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6:2 gegen Leverkusen : Dortmunder Sixpack für Bayer

  • -Aktualisiert am

Dortmunder-Erfolgsduo: Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Ousmane Dembélé Bild: dpa

Die gelbe Wand steht wieder: Dortmund stimmt sich beim 6:2 gegen Bayer auf die Champions League ein. Eine schlechte Nachricht gab es dennoch für den BVB.

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          Die Südtribüne im Dortmunder Stadion feierte buchstäblich ein gelungenes Comeback. Nachdem sie zwei Wochen zuvor beim Heimspiel gegen Wolfsburg auf Geheiß des Deutschen Fußball-Bundes leer geblieben war, wurde die größte Stehplatztribüne Euroaps beim 6:2-Sieg des BVB gegen Bayer Leverkusen wieder zur stimmungsvollen „gelben Wand“. Ousmane Dembélé, (6.Minute), Pierre-Emerick Aubameyang (26./69.), Christian Pulisic (77.), André Schürrle und Raphael Guerreiro (90.) brachten die Überlegenheit der Westfalen mit ihren Toren angemessen zum Ausdruck.

          Bayer erzeugte nach einer schwachen ersten Hälfte zwischendurch zwar die Illusion, es könnte spannend werden, doch die Treffer von Kevin Volland (48.) und Wendell (74.) waren letztlich zu wenig, um den Dortmundern den am Ende deutlichen Sieg streitig zu machen. Während der BVB mit dem dritten Sieg in Serie Platz drei in der Bundesligatabelle festigte, versinken die Leverkusener im Mittelfeld und bleiben weit von ihren internationalen Ansprüchen entfernt.

          Vor dem Anpfiff erschien die Arbeit einer Sprinkleranlage wie ein Vorbote des Frühlings. Zwar tat sich die Sonne inzwischen schwer gegen das graue Gewölk über dem größten deutschen Fußballstadion, aber der Rasen brauchte Wasser, um den Fußballprofis optimale Bedingungen bieten zu können.

          Lukasz Piszczek in Aktion: Dortmunds Abwehrspieler machte ein gutes Spiel gegen Bayer, bereitete die frühe Führung durch Ousmane Dembéle vor und ließ als Mitglied der BVB-Dreierkette wenig zu. Bilderstrecke
          Lukasz Piszczek in Aktion: Dortmunds Abwehrspieler machte ein gutes Spiel gegen Bayer, bereitete die frühe Führung durch Ousmane Dembéle vor und ließ als Mitglied der BVB-Dreierkette wenig zu. :

          Danach kümmerten sich zunächst nur die Spieler von Borussia Dortmund darum, dass es auf dem satten Grün eine ganz und gar nicht trockene Angelegenheit wurde. Ihr Einsatz zahlte sich auch deshalb früh aus, weil der Leverkusener Mittelfeldspieler Charles Aránguiz nicht seinen besten Tag hatte. Sein fehlgeschlagener Versuch, den Ball mit der Brust unter Kontrolle zu bringen, versetzte Dembélé in die Lage, Dortmund schon nach wenigen Minuten in Führung zu schießen.

          Die Leverkusener knüpften an den schwachen Auftritt bei der Heimniederlage gegen Mainz 05 an, der unter dem Bayer-Kreuz wieder Unruhe hervorgerufen hatte. Cheftrainer Roger Schmidt hatte offenbar ein Zeichen setzen wollen, indem er einige arrivierte Spieler nicht für die Startelf nominierte. Es traf die beiden deutschen Nationalspieler Karim Bellarabi und Julian Brandt, dazu den Innenverteidiger Aleksandar Dragovic und sogar Torjäger Javier Hernandez.

          Die Wirkung dieser Maßnahme ging zunächst gegen null. Bayer zeigte sich in der Offensive harmlos und brachte lange Zeit keine große Torchance zustande. Defensiv wirkte die Werkself oft unsicher. Dabei fiel vor allem Aránguiz auf, der im defensiven Mittelfeld nicht zurechtkam und noch vor der Pause gegen den offensiver ausgerichteten Bellarabi ausgetauscht wurde.

          Mitte des ersten Durchgangs baute Aubameyang den Dortmunder Vorsprung zwar aus; es gelang den Borussen aber nicht, das Spiel so früh zu entscheiden, dass sie Kraft hätten sparen können für das Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League am kommenden Mittwoch gegen Benfica Lissabon.

          Zur zweiten Hälfte kehrten die Leverkusener deutlich eifriger und aggressiver auf den Platz zurück. In der Kabine müssen sie den Vorsatz gefasst haben, sich doch noch zu wehren. Dabei kam ihnen auch zugute, dass der bis dahin agile BVB-Star Marco Reus in der 44. Minute verletzt ausgewechselt werden musste.

          Die neue Einsatzfreude und Kevin Vollands Anschlusstor verliehen der Partie, die nun offener wurde, prompt mehr Spannung. Zwar schuf Aubameyang mit dem 3:1 scheinbar wieder klare Verhältnisse, aber Bayer stellte dank Wendells plaziertem Freistoß umgehend den Anschluss wieder her.

          Erst der Treffer von Pulisic, der Reus ersetzte, brachte die Widerstandskräfte der Leverkusener zum Erlahmen. Schürrle, der einen Foulelfmeter nutzte, und Guerreiro mit seinem Tor in der Nachspielzeit machten die Partie für Bayer Leverkusen noch vollends zu einem Debakel.

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