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2:2 in Freiburg : Schon wieder verspielt Dortmund den Sieg

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Nicht nur Dortmunds Thorgan Hazard erlebte einen schmerzvollen Nachmittag in Freiburg. Bild: EPA

Gegen Frankfurt und Bremen reichte es für den BVB nach Führungen nur zu einem 2:2. Beim Überraschungsteam aus Freiburg wiederholt sich die Geschichte auf dramatische Art. In letzter Minute trifft ein Borusse ins eigene Tor.

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          Vor der in den vergangenen Jahren so gut wie aussichtslosen Begegnung mit Borussia Dortmund, hatte Christian Streich den Vergleich mit der Tour de France bemüht. Der Freiburger Trainer, wohlwissend, dass der dritte Platz des Sport-Clubs nach sechs Spieltagen auch dem Umstand zu verdanken war, dass die Südbadener ihre Erfolge ausschließlich gegen Mannschaften zwischen dem zwölften und achtzehnten Tabellenplatz holten, blickte nach den ersten „Flachetappen“ schon mal nach oben.

          Bundesliga

          „Es ist noch wenig absehbar, ob du auch noch vorne bist, wenn du den Tourmalet herauffährst.“ Gerade gegen den als Tabellenachten angereisten BVB war die Bilanz der jüngsten Zeit eher niederschmetternd: Kein Tor in den zurückliegenden sechs Heimspielen, kein Sieg in den vorangegangenen 16 Bundesliga-Begegnungen. Und diesmal? Blieb Dortmund zwar unbesiegt gegen Freiburg, kam aber nach den Toren von Witsel (20. Minute) und Kübler (67./Eigentor) nicht über ein 2:2 hinaus, nachdem Waldschmidt (55.) und der Dortmunder Akanji per Selbsttor (90.) jeweils ausglichen. Die Freiburger rückten damit auf Platz zwei vor, während Dortmund als Siebter die Rückkehr auf einen Spitzenplatz verschieben musste.

          Bevor der Ball rollte, verabschiedete der SCF seinen langjährigen Präsidenten Fritz Keller, der seit rund einer Woche Präsident des Deutschen Fußball-Bundes ist, mit Applaus und Sprechchören. Der gab die Sympathiebekundungen gern mit dem Satz, „mein Herz wird immer hierbleiben“, zurück. Dann endlich wurde es ernst im Schwarzwaldstadion, und 24.000 Zuschauer in der ausverkauften Arena bekamen ein vor der Pause ausgeglichenes Duell auf knapp überdurchschnittlichem Niveau zu sehen. Dass der BVB bei Halbzeit 1:0 durch Witsels Volleytreffer nach Hazards Eckball führte, lag auch daran, dass der Belgier in diesem Moment allzu freie Schussbahn hatte.

          Gelegenheiten zu mehr Toren boten sich beiden Teams: den forschen Freiburgern durch Waldschmidt, der einmal über, einmal neben das Dortmunder Tor schoss (17./40.), und Günter, der sein Ziel ebenfalls knapp verfehlte (25.). Die Westfalen, gestärkt durch den 2:0-Auswärtssieg in der Champions League bei Slavia Prag, hätten beim nicht genau genug plazierten Kopfball des früh für den am Oberschenkel verletzten Piszczek eingewechselten Brandt (34.) und Hazards Gewaltschuss, den Torhüter Schwolow parierte (45.+1), erhöhen können. So aber versprach auch die zweite Hälfte, spannend zu werden.

          Nachdem Waldschmidt seine dritte Torgelegenheit (50.) auch noch vergeben hatte, schlug der Torschützenkönig der U-21-Europameisterschaft dieses Sommers endlich zu: spektakulär mit einem halbhohen Schuss aus 17 Metern ins rechte Toreck, der allerdings nicht unhaltbar für Bürki anmutete. Es war der Lohn für den unermüdlichen Vorwärtsdrang der Breisgauer gegen den schlecht aus der Pause gekommenen Favoriten. Der Dortmunder Trainer Favre reagierte und wechselte den zuletzt schwächelnden Sancho anstelle des braveren Hazard ein, auf dass die Freiburger Abwehr mal wieder aufgemischt werde.

          Streichs Spieler aber zeigten sich unbeeindruckt und drängten weiter auf das 2:1. Das erzielten sie dann auch – aber ins eigene Netz. Kübler fälschte Hakimis Schuss zur abermaligen, inzwischen glücklichen, Führung der Borussen ab. Mit einem leidenschaftlichen Endspurt glich der SCF doch noch aus, nachdem Grifos Schuss aufs kurze Eck von Akanji zum 2:2 abgefälscht wurde. Eine Schlusspointe, die sich die Freiburger verdient hatten. „Das ist zu wenig, wir müssen es über die Zeit bringen“, sagte Dortmunds Kapitän Marco Reus bei Sky. „Drei Unentschieden hintereinander (Frankfurt, Bremen, Freiburg, die Redaktion), das geht nicht. Unsere Qualität muss einfach reichen, um die Führung hier über die Zeit zu bringen. Wir müssen unsere Spiele gewinnen.“

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