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Fußball-Bundesliga : BVB fordert mehr TV-Geld

Sportlich läuft es wieder besser für Dortmund, die Borussia würde aber gerne mehr TV-Geld bekommen. Bild: dpa

In der Fußball-Bundesliga herrscht bei der Verteilung der TV-Gelder ein Solidarmodell, das sich am sportlichen Erfolg orientiert. Nun fordert Borussia Dortmund eine Umverteilung – mit neuen Kriterien.

          Borussia Dortmund hat eine Umverteilung der Fernsehgelder in der Fußball-Bundesliga zu Gunsten von Klubs mit großer Fanbasis und hohen Sympathiewerten gefordert. Damit wird das deutsche Solidarmodell in Frage gestellt. „Wir brauchen hier neue Kriterien. Bisher funktioniert das nach dem Gießkannenprinzip. Die Zugpferde der Bundesliga müssen genug Fett haben, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen“, sagte BVB-Finanzgeschäftsführer Thomas Treß am Dienstag bei einer Veranstaltung der Unternehmensberatung Deloitte in Düsseldorf.

          Michael Ashelm

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Nicht nur das sportliche Ergebnis, sondern auch Faktoren wie zum Beispiel die Zahl der Auswärtsfans sollten bei der Ausschüttung der Fernsehgelder miteinbezogen werden. „Es kann nicht sein, dass einige Klubs die Party machen und andere, die sich klein und unschuldig geben, überproportional am Erfolg partizipieren“, sagte Treß. Er beklagte hier ein „verkrustetes System“ der Liga. Einen ähnlichen Vorstoß hatte BVB-Chef Hans-Joachim Watzke schon einmal vor fünf Jahren vergeblich unternommen.

          Der ebenfalls bei der Veranstaltung anwesende Schalke-Geschäftsführer Peter Peters gab sich zurückhaltend: „Ich sehe im Moment nicht die objektiven Kriterien für eine Neuregelung“, sagte er. Und mehr im Spaß: „Es darf dann aber am Ende nicht so sein, dass die Bayern zwölfmal mehr bekommen als jetzt.“ In der vergangenen Saison erhielt der Meister aus München rund 51 Millionen Euro aus der Fernsehvermarktung, Absteiger SC Paderborn 20 Millionen. Borussia Dortmund und Schalke lagen bei rund 42 Millionen Euro.

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