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Julian Brandt beim BVB : Dortmunder System-Opfer

Auf Formsuche: Julian Brandt wartet in der Liga weiter auf ein Tor. Bild: GES/Edith Geuppert

Julian Brandt wollte in dieser Saison zum Top-Spieler von internationalem Format reifen. Doch beim BVB läuft es nicht rund – auch weil Trainer Favre keine feste Position für ihn hat.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Eigentlich redet Julian Brandt sehr gerne, und wenn er erst einmal ins Plaudern kommt, sind seine Worte fast immer klug und witzig. Die Kollegen, die das Pflichtprogramm der Fußballprofis vor den Mikrofonen nur ungern absolvieren, konnten sich in der Vergangenheit eigentlich immer darauf verlassen, dass im Zweifel Brandt diesen Job für sie erledigt. Doch seit einigen Wochen schweigt der Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund, und das ist nur ein Symptom einer komplizierten Karrierephase, die der gebürtige Bremer gerade durchläuft. „Wir wissen alle, dass Julian besser spielen kann, als er es zuletzt getan hat“, sagte Sportdirektor Michael Zorc vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart an diesem Samstag (15.30 im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky). Dabei hatten die Verantwortlichen beim BVB im laufenden Spieljahr eigentlich auf den endgültigen Durchbruch Brandts gehofft.

          Bundesliga

          Im Sommer 2019 kam der 24 Jahre alte Nationalspieler für festgeschriebene 25 Millionen Euro von Bayer Leverkusen ins Revier. Das war damals ein Schnäppchen, Brandts Marktwert lag deutlich höher. Den angestrebten Titel gewannen die Dortmunder in der anschließenden Saison zwar nicht, aber Brandt kam in 42 Partien zum Einsatz, schoss sieben Tore und bereitete 13 weitere Treffer vor. „Das erste Jahr war okay – es war nicht schlecht, aber auch nicht brillant“, bilanzierte Brandt danach auf dem Online-Portal „Sport 1“. Der Vorsatz war klar: Im nun laufenden Jahr wollte er endgültig zu einem Topspieler von internationalem Format reifen. Zu einer Führungskraft in der Nationalmannschaft und einem Antreiber beim BVB. Doch irgendetwas läuft schief. Zuletzt wurde Brandt immer heftiger kritisiert, er wurde zu einem der Gesichter der kleinen Schwächephase, die der BVB zuletzt durchlaufen hat.

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