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3:0 gegen den HSV : Ganz leichtes Spiel für Dortmund 

  • -Aktualisiert am

Gewiefter Freistoßschütze: Gonzalo Castro lässt sich von BVB-Stürmer Aubameyang herzen Bild: AFP

Der BVB beendet den zwischenzeitlichen Hamburger Höhenflug und siegt deutlich und verdient. Gegen den HSV macht sich aber vor allem ein Dortmunder lange Zeit das Leben selbst schwer.

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          Nach seiner Maskerade im Revierderby „auf“ Schalke war Pierre-Emerick Aubameyang in die Kritik geraten. Der Stürmerstar hatte beim Jubeln über seinen Führungstreffer eine Maske mit dem Logo eines Sportartikelherstellers aufgesetzt, der mit dem offiziellen Ausrüster von Borussia Dortmund im Wettbewerb steht. Auf die Hierarchie innerhalb der Mannschaft hatte diese Verfehlung jedoch keinen Einfluss.

          Beim 3:0-Erfolg im Heimspiel gegen den Hamburger SV führte Aubameyang die Borussen ausnahmsweise sogar als Kapitän aufs Feld. Der eigentliche Spielführer Marcel Schmelzer und sein erster Stellvertreter Marco Reus fielen verletzt aus, Abwehrchef Sokratis fehlte wegen einer Gelb-Sperre.

          Nicht zu fassen: Bobby Wood vergibt im HSV-Trikot gegen den BVB zahlreiche Möglichkeiten Bilderstrecke
          Nicht zu fassen: Bobby Wood vergibt im HSV-Trikot gegen den BVB zahlreiche Möglichkeiten :

          Auf dem Rasen fiel Captain „Auba“ vor 81.360 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion lange Zeit vor allem durch ungewohnte Mängel im Abschluss auf. In der Schlussphase trug er allerdings dazu bei, dass seine Mannschaft doch noch klare Verhältnisse schuf – erst als Vorlagengeber für Shinji Kagawa (81. Minute), dann als Torschütze (90.). Gonzalo Castro hatte Dortmund früh in Führung geschossen (13.).

          Mit Blick auf den verpassten Auswärtssieg gegen Schalke hatte der Dortmunder Sportdirektor Michael Zorc mehr Effektivität angemahnt. Die Spieler wurden dieser Forderung zunächst nicht gerecht, obwohl Castro ausnahmsweise im Standardformat erfolgreich war. Zum ersten Mal in seiner Bundesliga-Karriere gelang es dem Mittelfeldspieler, mit einem direkten Freistoß ein Tor zu erzielen – im 37. Versuch.

          Aus dem Spiel heraus fehlte es den Borussen aber an Präzision. Allein Aubameyang vergab in der ersten Hälfte drei gute Chancen. Der Angreifer lief zweimal allein auf das gegnerische Tor zu, später versuchte er es mit einem Kopfstoß, aber jedes Mal stand ihm Torhüter René Adler im Wege, der von den HSV-Anhängern viel Applaus erhielt, obwohl er beim Gegentor auf die falsche Ecke spekuliert hatte. Die Hamburger zeigten sich trotz des frühen Rückstands bemüht, ihre Außenseiterchance zu wahren. Bobby Wood ließ seine beiden Chancen aber ungenutzt, so dass der BVB mit dem knappen Vorsprung in die Pause ging.

          Nach dem Seitenwechsel setzte die Heimelf ihre Serie der vergebenen Möglichkeiten fort. Guerreiro, Dembélé und Mor und abermals Aubameyang verpassten es, den Vorsprung auszubauen. Auf der anderen Seite weigerte sich der Außenseiter, die Partie verloren zu geben. Wenn es für Dortmund gefährlich wurde, hatte zunächst fast immer Wood die Füße im Spiel; später störte auch Kostic die Ruhe am und im Strafraum des BVB. Eigene Nachlässigkeiten und die Hamburger Gegenwehr führten dazu, dass die Dortmunder viele Chancen und viel Geduld brauchten, ehe sie die Begegnung in den letzten zehn Minuten doch noch deutlich für sich zu entscheiden vermochten.

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