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Das darf doch nicht wahr sein: Marco Reus trifft nur ein Mal in Bremen. Bild: dpa

1:1 in Bremen : Dortmund vergibt auch die allerbesten Chancen

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Mit einem Sieg in Bremen hätte der BVB den Erzrivalen Schalke in der Tabelle überholt. Doch es reicht nur zur einem Remis. Das liegt nicht nur am Pech, sondern auch an einem überragenden Werder-Spieler.

          Borussia Dortmund hat den Sprung auf Platz zwei und damit einen riesigen Schritt in Richtung Champions League verpasst. Das Team von Trainer Peter Stöger kam am Sonntag zum Abschluss des 32. Bundesliga-Spieltags trotz zahlreicher Chancen bei Werder Bremen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und blieb damit im vierten Auswärtsspiel in Serie sieglos. Dortmund hat als Tabellendritter der Fußball-Bundesliga ein Polster von vier Punkten auf den Fünften Bayer Leverkusen. Vor 41.000 Zuschauern brachte Nationalspieler Marco Reus (19. Minute) den BVB in Führung, bevor Thomas Delaney unmittelbar vor der Pause (45.) ausglich.

          Nach den beiden schmerzhaften Niederlagen in München (0:6) und auf Schalke (0:2) verpassten die Borussen damit in der Fremde eine weitere Chance auf einen Big Point. „Die Leistung war in Ordnung, wir hätten gerne den Dreier mitgenommen“, kommentierte Torschütze Reus. „Wir haben es einfach nicht geschafft, das zweite Tor zu schießen“, sagte Dortmunds Julian Weigl und forderte: „Wir müssen jetzt einfach im nächsten Spiel gewinnen.“ Mit einem Heimsieg gegen die abstiegsbedrohten Mainzer könnte aber schon in der kommenden Woche das Königsklassen-Ticket gelöst werden.

          Die Gastgeber aus Bremen, die dank einer Niederlage des VfL Wolfsburg seit Samstag auch rechnerisch gerettet sind, wahrten eine beeindruckende Heimserie: Das 1:1 gegen Dortmund war die elfte Heimpartie in Folge ohne Niederlage. Kapitän Zlatko Junuzovic lobte vor allem seinen Schlussmann Jiri Pavlenka, der mehrfach Dortmunder Treffer verhinderte. „Er hält einfach die Unhaltbaren“, sagte Junuzovic. „In der Form ist er einfach unglaublich und extrem wichtig für uns.“

          Stöger verzichtete in seinem womöglich drittletzten Spiel als BVB-Coach erneut auf Kapitän Marcel Schmelzer, der wie schon beim furiosen 4:0 gegen Leverkusen vom Schweizer Manuel Akanji vertreten wurde. Anders als in der Vorwoche sah Schmelzer diesmal aber von der Bank zu, wie seine Teamkollegen von Außenseiter Bremen früh gestört und unter Druck gesetzt wurden. Werder-Spielführer Zlatko Junuzovic (6.) und Ludwig Augustinsson (8.) hatten im 100. Bundesliga-Duell der beiden Teams erste Schusschancen, verfehlten aber klar.

          Erst nach einer Viertelstunde stabilisierten sich die Dortmunder und zeigten die erwartete Ballsicherheit im Spiel nach vorne. Den ersten wuchtigen Flachschuss von BVB-Stoßspitze Maximilian Philipp (15.) konnte Bremens Torwart Jiri Pavlenka noch entschärfen, bei Reus’ trockener und plazierter Direktabnahme ins linke Toreck war er machtlos.

          Der Mut der Gastgeber blieb, Roman Bürki und die BVB-Abwehr mussten sich gegen die forschen und extrem laufstarken Bremer um Stürmer Max Kruse immer wieder beweisen. Kurz vor der Pause köpfte Delaney nach einer Parade des Keepers den Ausgleichstreffer. Unmittelbar zuvor hatte Reus nach überragender Vorarbeit von Mario Götze (43.) alleine vor dem Tor das 2:0 verpasst. Schon in der Hinrunde hatte Werder den BVB mit einem 2:1 überrascht. Nach dieser Partie trennte sich die Borussia vom damaligen Coach Peter Bosz.

          Auch nach der Pause waren die Bremen ein mindestens ebenbürtiger Gegner. Coach Kohfeldt war mit dem Punkt nicht zufrieden, er ließ Werder attackieren. Maximilian Eggestein hatte gleich mehrere Schusschancen, scheiterte aber immer wieder. Der BVB kam in der Schlussphase noch mal stark auf, vergab aber viele Chancen. Reus traf den Pfosten (66.), Akanji (69.) und Jadon Sancho (80.) jeweils die Latte. Auch Werder wurde immer wieder gefährlich, verpasste bei seinen Gelegenheiten aber den glücklichen Siegtreffer.

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