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Saisonfinale der zweiten Liga : Dramatischer Aufstieg für Bochum und Fürth

  • Aktualisiert am

Zurück in der Bundesliga: Der VfL Bochum steigt auf. Bild: AFP

Der letzte Spieltag der zweiten Liga ist extrem spannend. Bochum steigt mit einem Sieg auf. Dezimierte Fürther überholen Kiel noch und jubeln. Holstein bekommt aber noch eine Chance gegen Köln.

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          Grenzenloser Jubel im Revier und im Frankenland, große Enttäuschung an der Ostseeküste nach einem dramatischen Aufstiegskampf. Der VfL Bochum ist seiner Favoritenstellung gerecht geworden und hat mit dem 3:1 gegen den SV Sandhausen nach elf Jahren die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga perfekt gemacht. Dort hat der Traditionsklub aus dem Revier bereits 38 Jahre verbracht.

          Für die mit größeren Personalsorgen angetretenen Bochumer traf Milos Pantovic (29. Minute) mit einem Kopfball zum wichtigen Führungstreffer, doch Sandhausen kam durch Kevin Behrens (60.) zum Ausgleich, ehe Anthony Losilla (78.) und Robert Zulj (87.) für den 3:1 Erfolg sorgten.

          „Wir waren sehr konstant und haben es richtig verdient, aufzusteigen. Wir waren der Favorit auf den Aufstieg – und wir haben es bestätigt“, sagte Klubikone Michael Lameck bei Sky: „Es ist eine Qual gewesen – zehn Jahre zweite Liga. Jetzt sind wir oben, und wir wollen noch ein bisschen länger oben bleiben.“

          2. Bundesliga

          Den zweiten direkten Aufstieg der Geschichte nach 2012 hat die Spielvereinigung Greuther Fürth noch im letzten Moment geschafft. Die Franken kamen am Sonntag trotz zweimaligen Rückstands gegen Fortuna Düsseldorf noch zu einem 3:2-Sieg, der am Ende zum Aufstieg reichte.

          „Das ist unfassbar, größten Respekt. Ich bin stolz und einfach nur glücklich, das muss man erst einmal sacken lassen“, sagte Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport der Fürther nach der Partie bei Sky. 

          Der bisherige Tabellenzweite Holstein Kiel hingegen zeigte im eigenen Stadion Nerven und musste sich dem SV Darmstadt, für den Zweitliga-Torschützenkönig Serdar Dursun zweimal traf, mit 2:3 geschlagen geben und geht nun in die nächste Runde, um als erster Klub Schleswig-Holsteins doch noch die Fußball-Bundesliga zu erreichen. Als Tabellendritter müssen die Kieler in die Relegation und treten dort am nächsten Mittwoch (18.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) beim 1. FC Köln an. Das Rückspiel im Holstein-Stadion findet am nächsten Samstag (18.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei DAZN) statt.

          Osnabrück in der Relegation

          Der Tabellendritte Fürth lag gegen Fortuna Düsseldorf bereits zweimal mit 0:1 und 1:2 zurück und spielte zudem nach dem Platzverweis für Anton Stach fast eine Halbzeit in Unterzahl. Julian Green gelang in der 69. Minute das 2:2, Dickson Abiama erzielte sogar noch den Siegtreffer für die Gastgeber (83.). Damit zogen die Franken mit 64 Punkten noch an Kiel (62) vorbei auf Rang zwei.

          Im Abstiegskampf muss neben den Würzburger Kickers auch der zweite Aufsteiger Eintracht Braunschweig gleich wieder zurück in die dritte Liga. Der deutsche Meister von 1967 unterlag im Nordderby dem Hamburger SV durch Treffer von Sonny Kittel (7./21.), Robin Meißner (45.) und Simon Terodde (78.) mit 0:4 und blieb damit auf Rang 17. Für den HSV reichte es im dritten Zweitligajahr zum dritten Mal nur zu Platz vier.

          Der VfL Osnabrück ist nach dem 1:2 bei Erzgebirge Aue auf dem Relegationsplatz geblieben und muss sich zum vierten Mal nach 2009, 2011 und 2013 in einer Relegationsrunde zur zweiten Bundesliga bewähren. Allerdings gingen die drei bisherigen Versuche – einmal als Drittligaklub, zweimal als Zweitligaverein – allesamt schief.

          Die Niedersachsen treten am nächsten Donnerstag (18.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga, im ZDF und bei DAZN) im Hinspiel beim FC Ingolstadt an. Das Rückspiel findet am darauffolgenden Sonntag (13.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur 2. Bundesliga, im ZDF und bei DAZN) statt.

          2. Bundesliga

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