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Benehmen in der Bundesliga : Schlecht erzogene Fußballspieler

  • -Aktualisiert am

Schiedsrichter Stieler in Bedrängnis: So in anderen Sportarten nicht vorstellbar. Bild: AFP

Emotionen gehören im Sport dazu. Aber die Fähigkeit, Entscheidungen zu akzeptieren, auch. Das zu erkennen sollten selbst Fußballspieler schaffen, weil der Blick auf andere Sportarten reicht.

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          Und schon wieder steht die Attraktivität des Fußballs auf dem Spiel. Denn was der Videobeweis noch nicht geschafft hat, das soll nun die Regelverschärfung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) offenbar erledigen.Was da seit der Winterpause nach Vorankündigung umgesetzt wird, ist tatsächlich ungeheuerlich. Unsportlichkeiten sollen geahndet werden, Entscheidungen des Schiedsrichters sind tabu, allzu heftiges Reklamieren oder abfällige Reaktionen sind fortan mit Gelben Karten zu bestrafen. Ja, wo kommen wir denn da hin? Emotionen gehören doch zum Fußball – so denken zumindest vor allem viele Altvordere. Sie zu verbieten macht den Fußball kaputt.

          Bundesliga

          Macht es das? Wohl kaum, denn die Fähigkeit, Entscheidungen des Schiedsrichters zu akzeptieren, ist trainierbar. Das zu erkennen ist nicht weiter schwer, weil der Blick über den Zaun ausreicht. Im Handball käme kein Spieler auf die Idee, den Ball nach einer Entscheidung des Schiedsrichters für die andere Mannschaft nicht sofort auf den Boden zu legen und stattdessen die ganze Geschichte erst einmal in Ruhe auszudiskutieren – wenn er es machte, würde er sich auf der Strafbank wiederfinden. Im Basketball gibt es ein technisches Foul und zwei Freiwürfe für den Gegner schon für Reaktionen der Spieler, die im Fußball nicht einmal als Protest wahrgenommen würden.

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