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Bayern-Trainer angriffslustig : „Wir können und wollen den Druck auf den BVB erhöhen“

  • Aktualisiert am

Sonnige Trainingseinheit: Bayern-Coach Niko Kovac während einer Übung in Doha, Qatar. Bild: dpa

Seine Spieler sollen vor dem Duell mit Jürgen Klopps FC Liverpool erst einmal in der Bundesliga die Hausaufgaben machen, findet Niko Kovac. Dafür hat er einen Plan, bei einem möglichen Neuzugang hält er sich jedoch zurück.

          Bei der Jagd auf Tabellenführer Borussia Dortmund rückt der FC Liverpool erst einmal in den Hintergrund. Ein gut gelaunter Niko Kovac verkündete zum Start in das neue Fußballjahr des FC Bayern seine Vorsätze für 2019 – und da hat der BVB höchste Priorität. „Wir müssen zusehen, dass wir bis zu dem Spiel gegen Liverpool in der Bundesliga unsere Hausaufgaben machen. Ich kann nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen“, erklärte der Münchner Coach zum Auftakt des Trainingslagers in Doha.

          Schon beim ersten öffentlichen Training, als Kovac lautstark Kommandos gab, ging es in der Mittagshitze in Katar ordentlich zur Sache. Robert Lewandowski musste zwischenzeitlich behandelt werden, doch der Torjäger setzte die Einheit vor rund 300 Zuschauern fort. Rund zwei Stunden ließ Kovac seine Stars schwitzen, bis Donnerstag wird der Trainer sie in der Regel bei zwei Einheiten täglich fordern.

          Sechs Punkte lautet der Rückstand auf Dortmund, den Kovac in der am 18. Januar bei 1899 Hoffenheim beginnenden Rückrunde so schnell wie möglich verkürzen will. Seine Hochrechnung: Dortmund patzt mindestens einmal, dazu gibt es einen Heimsieg am 6. April im Topduell gegen den Rivalen aus Dortmund.

          „Wir werden nicht mit großartig Krawall und Verbalattacken arbeiten, sondern wir müssen unsere Hausarbeiten machen. Mit Leistungen und guten Ergebnissen können und wollen wir den Druck auf den BVB erhöhen“, sagte der 47-Jährige. In der Champions League werde man sich im Februar und März der Aufgabe Liverpool stellen „und alles tun, sie zu bestehen“.

          Genaue Anweisungen: Trainer Niko Kovac (vorne) spricht mit seinen Spielern Jerome Boateng, Alphonso Davies und Mats Hummels (von links).

          Während Präsident Uli Hoeneß am Samstag in der Heimat am tief verschneiten Tegernsee sein 67. Geburtstag feierte, genoss Kovac die Wärme in Katar. „In Deutschland wäre Fußball im Moment sicher sehr schwierig“, sagte der Kroate und grinste. Nach der Rückkehr von James (Außenbandteilriss im Knie) am Freitag war am Samstag auch wieder Mats Hummels nach Rückenproblemen wieder dabei.

          Serge Gnabry (Muskelfaserriss) ist nach einer Pause laut Kovac wieder voll einsatzbereit, wenngleich er am Samstagvormittag noch individuell arbeitete. Bei Arjen Robben (Oberschenkelprobleme) müssen die Münchner noch etwas warten, bei Corentin Tolisso nach dessen Kreuzbandriss im besten Fall bis Mitte März Geduld haben.

          Ob der Kader bald verstärkt werden könnte, ließ Kovac offen. Den immer wieder als Zugang gehandelten Callum Hudson-Odoi vom FC Chelsea lobte der Bayern-Coach allgemein und verwies auf das Aufgabengebiet von Hasan Salihamidzic. „Ob und wann irgendetwas passiert – diese Frage bitte ich an Brazzo zu richten“, sagte Kovac. Außer über Hudson-Odoi wird über einen Transfer von Lucas Hernández (Atlético Madrid) spekuliert.

          Nachdem die Münchner nach einem Traumstart und einer Krise in der Hinrunde wieder die Kurve bekamen, plant Kovac erst einmal mit der seinerzeit rauskristallisierten Stammelf. „Die Mannschaft, die in den letzten Wochen sehr erfolgreich gespielt hat, hat einen gewissen Vorteil“, räumte der Bayern-Coach ein. „Vorteil heißt aber nicht, dass das in Stein gemeißelt ist. Wenn ich das Gefühl habe, dass einer denkt, er ist schon fix drin, kann es passieren, dass er auch fix draußen ist.“

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