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Bayern-Trainer gibt nicht auf : Jürgen Klinsmann: „Helm auf und durch“

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Lässt sich nicht entmutigen: Jürgen Klinsmann Bild: ddp

Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann will nach dem blamablen Auftritt in der Champions League gegen den FC Barcelona nicht das Handtuch werfen. Er gibt sich kämpferisch und erklärt den nationalen Meistertitel zur Pflicht.

          Jürgen Klinsmann will nach dem 0:4 beim FC Barcelona weiter Trainer des FC Bayern München bleiben. Die Lust an seinem Job sei ihm „in keinster Weise“ vergangen, sagte Klinsmann am Donnerstag in Barcelona vor dem Heimflug nach München. „Dass das ein schwerer Moment ist, ist ganz normal.“

          Nach dem blamablen Auftritt in der Champions League (siehe auch: 0:4 in Barcelona: Bayern demontiert - nach allen Regeln der Kunst) erklärte Klinsmann den nationalen Meistertitel zur Pflicht. „Daran wird der Trainer und jeder einzelne Spieler gemessen“, sagte der Coach des deutschen Fußball-Meisters. „Jetzt weiß die Mannschaft, dass es fünf vor Zwölf ist. Aber ich weiß, was in der Mannschaft steckt und habe keine Zweifel, dass sie eine Reaktion zeigt am Samstag.“ Gegner in München ist Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr im FAZ.NET-Bundesliga-Liveticker).

          Die 0:4-Niederlage in Barcelona bezeichnete Klinsmann als „größte Pleite“ als Trainer. „Der Stachel sitzt tief. Ich bin gefrustet, das ist ganz klar.“ Zugleich wehrte er sich gegen den Vorwurf, er erreiche die Mannschaft nicht mehr. „Es ist normal, dass ein Trainer nach solchen Niederlagen Kritik einstecken muss.“ Gleichzeitig gestand Klinsmann ein, dass die Zeit langsam knapp werde. „Aber ich bin ein Kämpfer, ich sage mir: Helm auf und durch.“

          Klinsmann hat weiter „Lust” auf die Bayern

          Rummenigge: „Keinen unsinnigen Entscheidungen“

          Die Bayern-Bosse haben sich auch am Morgen nach dem Spiel noch nicht zu Klinsmanns Zukunft geäußert. Bei seiner traditionellen Bankettrede nach dem Spiel sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: „Es gilt jetzt natürlich, in dieser schweren Stunde rational zu bleiben und die Dinge nicht zu überdrehen, vor allem keine spontanen unsinnigen Entscheidungen zu treffen.“ Auch Manager Uli Hoeneß wollte sich das Spiel erstmal „eine Nacht durch den Kopf gehen lassen (siehe auch: Bayern-Stimmen nach dem 0:4: „Schockiert, traurig, wütend“).

          Rummenigge richtete den Blick zugleich nach vorne und forderte wie Klinsmann die volle Konzentration auf die Meisterschaft: „ Wir müssen retten, was zu retten ist, das heißt: In den acht Spielen in der Bundesliga müssen wir jetzt trotzdem versuchen, unsere Ziele zu erreichen.“

          Rensing am Samstag zurück im Tor?

          Unklar ist, welcher Torhüter am Samstag gegen Eintracht Frankfurt zwischen den Pfosten stehen wird. „Ich werde das in aller Ruhe bis Samstag durchdenken, dann werde ich eine Entscheidung treffen“, sagte Klinsmann am Flughafen von Barcelona vor dem Rückflug nach München. Zuvor hatte der Coach allerdings angedeutet, dass Michael Rensing gegen Frankfurt wieder im Tor stehen werde. Und auch Rensing selbst berichtete, dass Klinsmann ihm die sofortige Rückkehr in den Kasten zugesichert habe. Der 34 Jahre alte Jörg Butt, der am Mittwoch überraschend den Vorzug vor Rensing erhalten hatte, würde dann wieder ins zweite Glied rücken.

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