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Bayern-Torwart Hans-Jörg Butt : „Wir können eine sehr gute Rolle spielen“

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„Mit der Verpflichtung von Arjen Robben wird auch ein Spieler wie Franck Ribéry noch stärker”: Torwart Hans-Jörg Butt. Bild: dpa

Bayern startet am Dienstag (20.45 Uhr) in Haifa in die Champions League. Im Tor wird Hans-Jörg Butt stehen. Im FAZ.NET-Interview spricht der Routinier über das Debakel von Barcelona vom April, die wacklige Defensive und den Positionskampf mit Michael Rensing.

          An diesem Dienstag beginnt mit dem Auswärtsspiel bei Maccabi Haifa (20.45 Uhr / FAZ.NET-Champions-League-Liveticker) die Europapokal-Saison des FC Bayern. Im vergangenen Jahr schieden die Münchner blamabel nach einer 0:4-Hinspielniederlage beim FC Barcelona aus. In diesem Jahr soll mit dem neuen Trainer Louis van Gaal auch auf internationalem Terrain alles besser werden.

          Im Tor steht damals wie heute Hans-Jörg Butt - und nicht der zuvor zum Kahn-Nachfolger aufgebaute Michael Rensing. Im FAZ.NET-Interview spricht der Routinier zwischen den Pfosten über das Debakel der vergangenen Spielzeit, die wackelige Defensive und seinen Konkurrenzkampf mit Michael Rensing.

          Ihre Champions-League-Karriere begann vor neun Jahren beim Hamburger SV. Sie haben ein paar bittere Momente erlebt wie das verlorene Endspiel mit Leverkusen 2002 oder das 0:4-Debakel im vergangenen April mit Bayern in Barcelona. Aber es gab auch schöne Erinnerungen. Was überwiegt?

          Insgesamt das Positive. Ich bin mit Leverkusen ins Finale gekommen, das hatte uns niemand zugetraut. Auch mit dem HSV habe ich damals eine erfolgreiche Entwicklung erlebt. Mit Bayern sind wir in der vergangenen Saison immerhin gegen den späteren Champions-League-Sieger ausgeschieden. Natürlich war das in Barcelona ein schlechtes Spiel, aber man muss sehen, dass wir dort entscheidende Ausfälle wegen Verletzungen hatten.

          Im Moment trifft Michael Rensing das Los der harten Ersatzbank

          Ist es ein Unterschied, ob man mit Leverkusen in der Champions League spielt oder mit dem FC Bayern?

          Es ist grundsätzlich etwas anderes hier beim FC Bayern.

          Weil der Respekt der Gegner höher ist?

          Ja, natürlich. Der FC Bayern ist eine ganz andere Größenordnung, der Klub hat einen viel höheren Stellenwert in Europa. Für die meisten Gegner wird der FC Bayern als Favorit gesehen. Mit Hamburg waren wir damals Außenseiter. Leverkusen hatte zwar davor schon mal in der Champions League gespielt, aber die Stadt kennt im Ausland kaum einer.

          Der erste Gegner des FC Bayern in dieser Champions-League-Saison ist am Dienstag Maccabi Haifa. Der Papierform nach ist das der leichteste in der Vorrunden-Gruppe A. Ein Vorteil?

          Das kann auch ein Nachteil sein, denn man erwartet von uns einen klaren Sieg. Wir sollten das Spiel sehr konzentriert angehen. Wenn wir sagen würden, das ist eine Mannschaft, die hat in Europa noch nie eine Rolle gespielt, könnte das schiefgehen.

          Was trauen Sie dem FC Bayern in dieser Champions-League-Saison zu?

          Ich glaube, dass wir eine sehr gute Rolle spielen können. Mit der Verpflichtung von Arjen Robben wird auch ein Spieler wie Franck Ribéry noch stärker. Denn es konzentriert sich jetzt nicht alles auf eine Seite. Ich glaube, wir sind vorne von den Namen her top besetzt. Es gibt in Europa nicht viele Mannschaften, die in der Offensive so eine Qualität besitzen.

          Wie würden Sie die Defensive einschätzen? Da lief in den ersten Bundesligaspielen nicht alles rund.

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