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FC-Bayern-Präsident Hainer : „Das wird von uns in keiner Weise toleriert“

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Klare Aussage gegen Rassismus: Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München Bild: Picture-Alliance

Nach einem rassistischen Vorfall um Bayern-Profi Alphonso Davies und dessen Freundin äußert sich nun auch Vereinspräsident Herbert Hainer mit deutlichen Worten. Auslöser war ein gemeinsames Urlaubsfoto.

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          Klub-Präsident Herbert Hainer hat die rassistischen Hasskommentare gegen Bayern-Spieler Alphonso Davies (20) sowie dessen Freundin und Profi-Fußballspielerin Jordyn Huitema (19) im Internet verurteilt. „Auch den FC Bayern München haben die rassistischen Anfeindungen nach dem Post von Jordyn Huitema gegen unseren Spieler Alphonso Davies getroffen und werden von uns in keiner Weise toleriert“, sagte Hainer (66) der „Bild“-Zeitung (Mittwoch).

          Am vergangenen Freitag hatte Huitema, Spielerin von Paris Saint-Germain, in einer Instagram-Story zahlreiche Hasskommentare gegen das Paar veröffentlicht, die ihr zu einem gemeinsamen Urlaubsfoto mit Davies geschickt worden waren.

          „Darauf sollte man niemals hören“

          Auch dessen Teamkollege Jerome Boateng hatte wie andere Kollegen auf die Verunglimpfungen reagiert. „Ich bin total angewidert, die Kommentare unter den Fotos von Alphonso Davies und Jordyn Huitema zu lesen. Ich habe keine Worte dafür, außer dass man niemals auf Menschen voller Hass hören sollte, die feige in sozialen Medien posten“, hatte der Weltmeister von 2014 (32) getwittert, dessen Mannschaft an diesem Mittwoch in der Liga auf den VfL Wolfsburg trifft (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga sowie bei Sky).

          Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat derweil Drittligaklub SV Waldhof Mannheim wegen eines bereits einige Monate zurückliegenden rassistischen Vorfalls zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt. Zudem muss der ehemalige Bundesligaverein 2000 Euro zur Finanzierung präventiver Maßnahmen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit an den Verein „Mannheim sagt Ja!“, die Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus und/oder die DFB-Stiftung Egidius Braun spenden.

          Während des Spiels gegen Türkgücü München am 3. Oktober hatte zumindest ein Zuschauer den südkoreanischen Gästespieler Yi-Young Park rassistisch beleidigt. Nachdem Park Schiedsrichter Robin Braun darüber informiert hatte, veranlasste dieser gemäß Drei-Stufen-Plan eine Stadiondurchsage. Nach zweieinhalbminütiger Unterbrechung wurde das Spiel anschließend ohne weitere Störung fortgesetzt.

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