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Nach Pleite gegen Gladbach : Bei Bayern ist es Zeit für Blut-und-Tränen-Worte

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Mia mog mia: Auf dem Oktoberfest posieren Bayern-Trainer Kovac und Vorstandschef Rummenigge vor einem Lebkuchenherz. Bild: Reuters

Martialischer geht es kaum: Bayern-Präsident Uli Hoeneß erhöht nach anfänglichem Schweigen nach der Niederlage gegen Mönchengladbach schnell die Schlagzahl – und verteidigt im Kampf um gewichtige Worte Trainer Niko Kovac.

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          Martialischer geht es kaum: Uli Hoeneß hat Bayern Münchens unter Druck stehenden Trainer Niko Kovac nochmals in typisch deftiger Manier das Vertrauen ausgesprochen. „Ich werde Niko Kovac verteidigen bis aufs Blut“, sagte der 66 Jahre alte Präsident des kriselnden Fußball-Rekordmeisters im kicker und versicherte entgegen anderer Eindrücke entschieden: „Bei uns herrscht die totale Ruhe.“

          Hoeneß versuchte auch, seine kontrovers diskutierte Aussage zur großen Rotation unter Kovac zu entschärfen. Für die vielen personellen Wechsel müsse der Trainer „am Ende auch den Kopf hinhalten“, hatte der Bayern-Boss in der vergangenen Woche gesagt. Nun meinte Hoeneß, er habe bei dieser Äußerung „nicht eine Sekunde daran gedacht“, Kovac zu schwächen.

          Zuvor hatte Hoeneß in der Süddeutschen Zeitung bereits klargemacht, dass er „wie eine Eins“ zu Kovac stehe: „Egal, was in den nächsten Wochen passieren wird.“

          Spekulationen um Zidane

          Die Bild schrieb am Montag dagegen von Spekulationen, wonach die Bayern angeblich über Zinedine Zidane (46) nachdenken. Der Franzose verließ im Sommer Real Madrid, nachdem er mit den Königlichen dreimal in Folge die Champions League gewonnen hatte.

          Die Münchner hatten am Samstag 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach verloren, es war die zweite Bundesliga-Schlappe in Folge. Sie sind seit vier Pflichtspielen ohne Sieg und in der Bundesliga-Tabelle auf Rang sechs abgerutscht. Nach sieben Spieltagen standen sie zuletzt in der Saison 2010/11 unter Louis van Gaal schlechter da. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich erst am 20. Oktober beim VfL Wolfsburg nach Ende der länderspielbedingten Pause.

          Kovac, der den Rekordmeister seit Saisonbeginn trainiert und die ersten sieben Pflichtspiele gewonnen hatte, sagte nach der Pleite gegen Gladbach: „Ich kenne die Mechanismen im Fußball, ich weiß, dass die Zeit beim FC Bayern anders läuft als anderswo.“

          Beim offiziellen Oktoberfestbesuch am Sonntag wirkte der Kroate ernst, zuvor hatte es an der Säbener Straße eine gestenreiche Diskussion mit seinem Bruder und Co-Trainer Robert Kovac sowie Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegeben.

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