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2:1 in Bremen : Ein kleiner Schritt aus der Bayern-Krise

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Freude in Bremen: Müller spielte stark, Gnabry machte die Tore für die Bayern. Bild: dpa

Nach dem Kantersieg in der Königsklasse gewinnen die Münchner auch in der Bundesliga. Beim 2:1 in Bremen trifft ein Nationalspieler doppelt. Ein anderer sieht indes beim Gegentor schlecht aus.

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          Karl-Heinz Rummenigge hatte das Motto für die zweite Saisonhälfte bei der Mitgliederversammlung am Freitag ausgegeben: „Wir werden nie die weiße Fahne hissen, und aufgeben kommt in unserem Wortschatz nicht vor“, sagte der Vorstandschef der FC Bayern München AG. Zumindest einen Anfang haben die Bayern gemacht mit ihrem mühsamen 2:1-Arbeitssieg am Samstag in Bremen. Doch die neun Punkte auf Tabellenführer Borussia Dortmund sind geblieben. Immerhin kam dank der Tore von Serge Gnabry ein Sieg heraus, der auch verdient war – Werder (Torschütze: Osako zum 1:1) mühte sich um den Ausgleich, kämpft nach nun fünf sieglosen Spielen aber auch dagegen, in der Tabelle durchgereicht zu werden. Die Leichtigkeit der ersten Spiele ist verschwunden.

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          Für den Bayern-Trainer Niko Kovac ist nach diesem Sieg und dem Erfolg aus der Champions League gegen Benfica Lissabon erstmal wieder ruhigeres Arbeiten möglich. Am Samstag folgt das Derby gegen Nürnberg. Nicht mehr als nötig tat seine Elf und errang den Sieg in bekannter Bayern-Manier. Die letzte Niederlage gegen Werder liegt nun schon zwölf Jahre zurück.

          30 starke Minuten, dann zehn schwache, dann wieder ein paar sehr gute: Wie in den vergangenen Wochen überzeugte der FC Bayern nicht die komplette erste Halbzeit. Phasen rätselhafter Passivität hat die Mannschaft zuletzt immer wieder gehabt, ehe sie wieder in den höheren Gang schaltet. Werder Bremen hatte zu Beginn Glück, beim großartigen Beginn der Bayern nicht schnell hoffnungslos zurückzuliegen. Robert Lewandowski hatte nach Thomas Müllers Pass nur noch Jiri Pavlenka vor sich, der Bremer Torwart wehrte aber ab (7. Minute).

          Acht Minuten später schoss Joshua Kimmich knapp vorbei. Eben dieser Kimmich hob in der 20. Minute den Ball in den Bremer Strafraum. Dort traf Serge Gnabry erst Pavlenka, doch den Abpraller setzte der ehemalige Bremer zum 1:0 fins Tor. Das war hochverdient für den deutschen Rekordmeister, der munter weitermachte und die Bremer klein hielt. Müllers Kopfball nach Alabas Flanke in der 26. Minute schnupperte am Pfosten. Wieder kein Tor – dieser Ertrag konnte Niko Kovac bei allem Tempo, aller Spielfreude nicht gefallen.


          Werder brauchte 30 Minuten, um den Respekt abzulegen. Die Bayern nahmen den Fuß vom Pedal, und Werder war über Max Kruse auch gleich da: seine Flanke mit rechts erreichte Yuya Osakos Kopf, und von dort flog der Ball an Manuel Neuer vorbei ins Tor des FCB. Das 1:1 in der 33. Minute war in Anbetracht der Münchner Chancen glücklich. Doch die Bremer Konsequenz imponierte, beim ersten Nachlassen der Bayern da zu sein.

          Allerdings waren die auch sofort bemüht, die Dinge wieder in die richtige Richtung zu lenken. Einen schönen Konter hätte Lewandowski veredeln können. Doch der polnische Stürmer schoss überhastet auf die Tribüne (39.). Bei den Bayern mischte auch Kingsley Coman nach seiner langen Verletzungspause wieder mit; er war für Franck Ribéry eingewechselt worden. Thiago saß auf der Bank. Die großen Verletzungssorgen enden also langsam beim FCB.

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          Gnabry ist bisher der Lichtblick der Saison. Aus Bremer Sicht war er es „leider“ auch bei seinem früheren Klub. Nach Müllers Alleingang und Pass in die Mitte war Gnabry zur Stelle und traf zum 2:1 (50.). Gegen das Münchner Tempo dieses Angriffes hatte Werder wenig auszurichten. Danach ließen es die Bayern ruhiger angehen. Der SVW hatte eine Drangphase ab der 70. Minute. Kruse war nahe am Ausgleich, als er Pizarros Vorlage verlängerte. Danach verstrich die Zeit inklusive vier Nachspielminuten, ohne dass die Bayern etwas anbrennen ließen.

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