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Rummenigge kontert DFB-Idee : „Das ist kalter Kaffee“

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„Kalter Kaffee“: Karl-Heinz Rummenigge zur Veröffentlichung von Spielergehältern Bild: dpa

Karl-Heinz Rummenigge hält nichts von einer Veröffentlichung der Gehälter in der Fußball-Bundesliga. In einem Interview äußert sich der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern nun auch abermals zu DFB-Präsident Fritz Keller.

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          Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hält nichts von der Idee einer Veröffentlichung von Spielergehältern. „Das ist kalter Kaffee. Damit würden wir doch nur eine Neiddebatte anstoßen“, sagte Rummenigge dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Es sei „ja bekannt, dass die Spieler sehr viel Geld verdienen. Aber wenn wir das auf Heller und Pfennig veröffentlichen würden, dann hätten wir in den Mannschaftskabinen der Bundesliga und in der Öffentlichkeit eine schräge Diskussion. Wem täten wir damit einen Gefallen?“

          DFB-Präsident Fritz Keller hatte zuletzt eine Gehaltsobergrenze im Profifußball gefordert und vorgeschlagen, Spielergehälter offenzulegen, damit eine gesellschaftliche Debatte über die Summen in Gang komme. Der Chef des Deutschen Fußball-Bundes hatte zudem im „Spiegel“ von „Großkotzigkeit“ im Profifußball gesprochen.

          „Herr Keller hat mich am Dienstagmorgen angerufen, wir haben vereinbart, dass wir uns zeitnah treffen. Es mag in der Vergangenheit Fälle gegeben haben, in denen sich Spieler nicht vorbildlich benommen haben. Aber deshalb einen ganzen Berufsstand pauschal infrage zu stellen, das ist mir zu kurz gesprungen“, sagte Rummenigge.

          Kaufoption bei Coutinho nicht gezogen

          Wie der DFB-Chef sieht Rummenigge in Zeiten der Coronakrise aber weiterhin die Chance, „wieder ein Stück Rationalität und damit auch mehr Stabilität“ im internationalen Fußball einzuführen: „Alle Spitzenklubs in Europa, auch wir, haben jeden Sommer versucht, die schönsten Rosinen aus dem Kuchen zu picken, um noch attraktiver zu werden, noch wettbewerbsfähiger zu sein und um damit unsere Umsätze zu steigern.“

          Der FC Bayern hat derweil die Option zum Kauf des ausgeliehenen Offensivspielers Philippe Coutinho vom FC Barcelona für eine festgeschriebene Ablöse von mehr als 100 Millionen Euro nicht genutzt. Ob der deutsche Fußball-Rekordmeister den 27-Jährigen für eine geringere Summe verpflichten will, ließ Rummenigge offen. „Die Kaufoption ist abgelaufen, und wir haben sie nicht gezogen“, sagte Rummenigge. „Jetzt müssen wir erst einmal intern die Kaderplanung abschließen und sehen, ob er weiter eine Rolle bei uns spielen soll oder nicht.“

          Die Bayern hatten Coutinho im vergangenen Sommer von den Katalanen für die laufende Saison ausgeliehen. Bislang gelangen dem früheren Star des FC Liverpool in 22 Ligaspielen acht Tore. Vor einem Monat wurde der Brasilianer am rechten Sprunggelenk operiert. Er befindet sich aktuell im individuellen Aufbautraining. Die Münchner konnten den Brasilianer für mehr als 100 Millionen Euro fest verpflichten. Spätestens die Corona-Krise hatte dies allerdings bereits noch unwahrscheinlicher werden lassen.

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