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3:1 in Leverkusen : Bayern München marschiert einfach weiter

Mann des Tages? Franck Ribéry wirbt beim Bayern-Sieg in Leverkusen in eigener Sache Bild: dpa

Winterpause und Qatar-Ausflug können den Bayern nichts anhaben. Der Tabellenführer beginnt die Rückrunde so dominant wie aus der Hinserie gewohnt. Franck Ribéry erzielt sein erstes Saisontor.

          Spannung, nur für einen Tag – so viel Hoffnung durfte man ja haben. Die Konstellation in diesem Auftaktspiel der Bundesliga-Rückrunde hatte in dieser Hinsicht schließlich einiges verheißen. Am Ende dann war es doch wieder wie allzu oft in dieser Saison: Auch dieser Freitag war ein Feiertag für die Bayern, die einen weiteren Sieg bejubeln durften, den bereits vierzehnten. Und wenn man dann auf die Tabelle schaute und zumindest für diesen Abend ebenso viele Punkte Vorsprung der Münchner auf den Zweiten, Schalke, erblickte, dann blieb nicht viel mehr als Achselzucken.

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          Wobei es aber längst auch nicht so war, dass die Mannschaft von Jupp Heynckes leichtes Spiel gehabt hätte in Leverkusen. Bayer war ein mutiger Gegner, der es allerdings lange Zeit nicht schaffte, aus viel Aufwand und auch Herzblut einen Druck zu entwickeln, der die Münchner in Atemnot hätte bringen können. Nach den Treffern von Javi Martínez (32. Minute) und Franck Ribéry (58.) deutete alles auf einen sicheren Münchner Sieg hin. Doch Kevin Vollands Anschlusstreffer (71.) machte aus einem unterhaltsamen, aber nicht überwältigenden Fußballspiel noch eines mit offenem Ausgang. Die eine große Chance zum Ausgleich bot sich der Mannschaft von Heiko Herrlich auch noch. Doch Volland wurde im letzten Augenblick von Boateng gestört. Und als die vierminütige Nachspielzeit angebrochen war, machte James mit einem wunderbaren Freistoß aus gut 16 Metern in den Winkel alles klar – 3:1, es war ein verdienter Sieg der Bayern zum Jahresauftakt.

          „Wir haben überwiegend souverän gespielt. Mit dem 2:0 haben wir aber ein bisschen die Konzentration vermissen lassen“, bilanzierte Heynckes. Auch Torschütze Ribery war glücklich und zufrieden. „Wir haben heute ein gutes Spiel gemacht – und ein Tor ist immer schön“, sagte der Franzose und machte seinem Verein fast schon eine Liebeserklärung: „Ich will so lange wie möglich bei den Bayern bleiben.“ Bayer-Coach Heiko Herrlich fand trotz der Niederlage lobende Worte: „Für diesen Auftritt brauchen wir uns nicht zu schämen. Wir haben über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht. Bayern war einfach abgeklärter in den entscheidenden Situationen.“

          Spielplangestaltung ist ja wie das Spiel selbst eine Angelegenheit mit vielen Variablen. Bayern gegen Bayer aber, das schien in diesem Jahr gleich ein doppelter Volltreffer zu sein. Zum einen hatten die Leverkusener zu Saisonbeginn in München eine höchst sehenswerte, wenngleich letztlich nicht belohnte Kostprobe ihres Könnens abgeliefert. Zum anderen waren sie vor dem Jahreswechsel in zwölf Bundesliga- plus zwei Pokalspielen am Stück ungeschlagen geblieben. Eine solche Konstanz hätten wohl nicht viele den in der Vergangenheit oft so wankelmütigen Bayer-Profis und ihrem neuen Trainer Herrlich zugetraut.

          Natürlich sind die Leverkusener aber längst nicht nur Niederlagenverhinderer, sondern treten mittlerweile mit einer Mentalität auf, die man früher ein wenig vermissen durfte. Dass Lust und Hunger auch gegen die Bayern Trumpf sein sollten, dokumentierte Herrlich mit seiner Aufstellung, in der sich mit Bellarabi, Havertz, Bailey, Brandt und Volland gleich fünf Offensivkräfte fanden. Zur Absicherung setzte er auf eine Dreierkette, die aus dem Mittelfeld von Bellarabi und Bailey erweitert wurde – ebenfalls nicht die vorsichtigste Variante. Der forsche Ansatz machte sich in der Praxis bemerkbar. Die Leverkusener wirkten angriffslustig und agil – Attacke war angesagt in der BayArena.

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