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Bayern München : Streicheleinheiten für den deutschen Meister

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Bild: dpa

Jubiläumstitel für Bayern München: Der deutsche Rekordmeister ist zum 25. Mal das beste Fußball-Team Deutschlands. Nach Wolfsburgs Niederlage in Mönchengladbach sind die Bayern bereits vier Spieltage vor Schluss nicht mehr einzuholen.

          Meister am 30. Spieltag: Das haben die Bayern schon schneller hinbekommen. Und auch ein wenig souveräner. Aber das Tempo auf dem Weg zum nationalen Titel ist nicht entscheidend. Sondern eher die Art. Diesmal konnte es sich der Kader des Rekordmeisters erlauben, den letzten Schritt auf dem Weg zum 25. Triumph seit der ersten Meisterschaft in der Saison 1932 auf der Couch über sich ergehen zu lassen.

          Der vorzeitige Titelgewinn des Rekordchampions stand am Sonntag nach dem 0:1 von Verfolger VfL Wolfsburg am 30. Bundesliga-Spieltag bei Borussia Mönchengladbach fest. Die Bayern sind also wieder die Besten. Zwei Mal in der Geschichte der Bundesliga war den Münchnern der Titelgewinn noch früher gelungen: Vor einem Jahr hatten sich die Bayern mit einem 3:1-Sieg in Berlin bereits am 27. Spieltag der Saison 2013/14 zum frühesten Meister der Bundesliga-Geschichte gekürt. In der Spielzeit 2012/13 waren die Münchner am 28. Spieltag mit einem 1:0-Erfolg bei Eintracht Frankfurt Meister geworden.

          Der nationale Titelhattrick war den Bayern zuletzt 2001 geglückt. Im kommenden Jahr könnte der Klub erstmals einen vierten Titel in Serie gewinnen.  „Große Gratulation für diese Meisterschaft“, sagte Pep Guardiola, „der wichtigste Titel.“

          Der deutsche Meister: Bayern München

          Trainer heben gerne eine Meisterschaft über viele Spieltage hervor. Weil sie von der Konstanz auf höchstem Niveau zeugt, weil der Zufall eine verschwindende Rolle spielt: alles hart erarbeitet. Im Fall der Bayern mit dem zweifellos besten Kader der Liga. Weshalb die – erwartete – nationale Ehre dann doch hinter dem nächsten großen Schritt zurücksteht auch in der eigenen Beachtung.

          Überraschung Weiser

          Denn einen FC Barcelona, dieses Weltensemble als Gegner im Halbfinale der Champions League, schlägt man nicht so leicht wie die Bundesligakonkurrenz. Da braucht man nicht nur ein funktionierendes, gesundes Ensemble, sondern auch mal einen Geniestreich. Bei den Bayern denkt man dann in erster Linie die Fußballkünstler in der Mannschaft gemeint. Arjen Robben, Franck Ribéry, Mario Götze oder auch der derzeit überragende Thiago Alcantara.

          An Mitchell Weiser dachte bisher wohl niemand. Vermutlich auch deshalb ist der Defensivspieler mit seinen 21 Jahren bald schon wieder Vergangenheit beim deutschen Rekordmeister. Sein im Sommer auslaufender Vertrag, so lautete vor einem paar Tagen eine Meldung aus der Klubzentrale, werde nicht verlängert. Was so viel bedeutet wie: durchgefallen, zu schlecht befunden für den großen FC Bayern. Am Samstag beim 1:0-Sieg gegen Hertha BSC Berlin jedoch hat womöglich der eine oder andere Verantwortliche Zweifel bekommen, ob nicht etwas zu voreilig reagiert worden ist.

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