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Bayern-Kapitän Lahm im Gespräch : „Wir wollen die Partystimmung dämpfen“

  • Aktualisiert am

Führungsfigur Lahm: „Wenn ich ein Anliegen habe, gehe ich auch zum Trainer” Bild: dapd

Für Bayern München beginnt die entscheidende Saisonphase. Vor dem Champions-League-Spiel bei Inter Mailand kann der Klub bei Mainz 05 die Weichen für den Bundesliga-Endspurt stellen. Philipp Lahm über die Revanchegelüste nach der Hinrundenniederlage gegen die Mainzer.

          Bayern München muss am Samstagabend (18.30 Uhr/ FAZ.NET-Bundesliga-Liveticker) bei Mainz 05 antreten. Im Hinspiel erlitten die Bayern eine bittere Niederlage gegen den damaligen Tabellenführer. Mittlerweile stehen die Bayern als Dritter wieder zwei Plätze vor den Mainzern und können mit einem Sieg in Mainz die Weichen für einen erfolgreichen Saisonendspurt stellen.

          Der Mainzer Trainer Thomas Tuchel hofft, dass Bayern München mit Bauchschmerzen an den Bruchweg kommt. Wie ist denn ihr Bauchgefühl?

          Das Bauchgefühl ist sehr gut, nicht nur von mir, sondern bei der gesamten Mannschaft.

          „Wir bekommen zu viele Gegentore”

          Im Hinspiel verlor Bayern München zuhause gegen Mainz 05. Woran lag das?

          Wir hatten Probleme mit ihrem Pressing, das sie gegen uns gespielt haben. Diese Probleme sind aber mittlerweile abgestellt.

          Haben Sie im Mannschaftskreis in der Hinrunde mal über den Höhenflug von Mainz 05 gesprochen?

          Natürlich spricht man darüber, vor allem, als sie die sieben Spiele in Serie gewonnen hatten. Jetzt haben sie zwar ein bisschen Probleme, ihre Punkte einzufahren, weil die Gegner sie auch nicht mehr unterschätzen. Aber gerade in einem Heimspiel mit ihrem Publikum im Rücken ist es schwer, dort zu bestehen. Das wird unsere Aufgabe sein.

          Gibt es Revanchegelüste nach zwei Niederlagen in den vergangenen beiden Jahren?

          Sicher ist das ein bisschen dabei. Wir wissen, dass wir das Hinspiel gegen Mainz verloren haben und auch in der letzten Saison in Mainz. Deshalb sind wir gewarnt. Wir wissen, dass es eine schwere Aufgabe wird. Aber vor allem geht es für uns um drei Punkte im Kampf um Platz zwei.

          Robben und Ribery waren bei den Niederlagen gegen Mainz jeweils nicht dabei. Welche Bedeutung haben die beiden für Ihr Spiel?

          Das sind zwei sehr gut Spieler, die sehr kreativ sind und mehrere Männer auf sich ziehen. Sie können immer ins „eins gegen eins“ gehen und sind unberechenbar. Deshalb sind wir froh, dass beide wieder an Bord sind.

          Es ist viel zu lesen über Sie als Führungsfigur. Bindet Sie Ihr Trainer als Kapitän ein in die Vorbereitung auf ein Spiel wie in Mainz?

          Es ist ja nicht meine Absicht, dass man viel darüber liest. Das ist Sache der Journalisten, die viel über das Thema Führungspersonen schreiben. Natürlich reden wir über viele Themen. Und wenn ich ein Anliegen habe, gehe ich auch zum Trainer.

          Sie haben in dieser Woche die Offensive von Bayern München mit der von Barcelona auf eine Stufe gehoben. Was ist mit der Defensive?

          Wir bekommen zu viele Gegentore, das muss man ganz klar sagen, vor allem durch einfache Fehler. Das darf nicht passieren. Ich denke, dass zur Defensive die ganze Mannschaft dazugehört. Wenn alle mitarbeiten wie vergangene Woche beim 4:0 gegen Hoffenheim, wird es sehr schwer, gegen uns ein Tor zu schießen.

          Fahren Sie eigentlich gerne nach Mainz?

          In Mainz ist die Stimmung immer spitze. Da wird man sehr gut empfangen. Da ist Party-Stimmung. Die wollen wir aber natürlich am Samstag etwas dämpfen.

          Aufgezeichnet von Daniel Meuren.

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