https://www.faz.net/-gtm-vx0z

Bayern gewinnen in Bielefeld : „Herbstmeisterschaft ist ein psychologischer Vorteil“

  • Aktualisiert am

Ribery trifft in Bielefeld und legt sich mit den Fans an Bild: dpa

Franck Ribery hat Bayern München nach einer Nacht auf Platz zwei wieder an die Tabellenspitze geschossen. Der Franzose erzielte beim 1:0 in Bielefeld das Tor des Abends. „Jetzt wollen wir auch nach 17 Runden oben stehen“, sagte Bayern-Trainer Hitzfeld.

          2 Min.

          Mit wenig Spielwitz, aber viel Routine hat der FC Bayern München den drohenden Verlust der Tabellenführung abgewendet. Dank Matchwinner Franck Ribéry setzte sich der deutsche Rekordmeister am Sonntag verdient mit 1:0 (1:0) bei Arminia Bielefeld durch und verteidigte damit seinen Ein-Punkte-Vorsprung auf Werder Bremen.

          Bei stürmischem Wetter auf der Bielefelder Alm bewahrte der französische Nationalspieler Ribéry in der 22. Minute die Ruhe und erzielte den einzigen Treffer in einer über weite Strecken mäßigen Bundesliga-Partie. „Wir stehen seit 15 Runden vorne, jetzt wollen wir auch nach 17 Runden oben stehen. Die Herbstmeisterschaft ist sicher ein psychologischer Vorteil“, sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld.

          „Nicht absolut enttäuscht“

          „Ich freue mich, dass die drei Punkte mit nach München gehen“, meinte Ribéry nach seinem vierten Saisontor. Und Bielefelds Trainer Ernst Middendorp versuchte, der Niederlage etwas Positives abzugewinnen. „Ich bin absolut nicht enttäuscht“, sagte der umstrittene Coach. Seine Mannschaft hatte sich vor 23.800 Zuschauern in der ausverkauften SchücoArena tapfer, am Ende aber erfolglos gegen die achte Saisonniederlage gewehrt. „Die Partie war immer eng und immer spannend, wir haben das fantastisch gemacht. Wenn wir so weitermachen, werden die Punkte schon kommen“, so Middendorp.

          Oliver Kirch kämpft mit dem Ball

          Drei Tage nach dem unbefriedigenden 1:1 im UEFA-Cup beim SC Braga war von der von Kapitän Oliver Kahn geforderten Leidenschaft zunächst nur wenig zu sehen. In den ersten 20 Minuten waren es die Gastgeber, die mit den widrigen Bedingungen offenbar besser zurecht kamen und das Spiel diktierten. Jonas Kamper prüfte Bayern-Keeper Kahn mit einem Flatterball (9.), Sibusiso Zuma (19.) traf nach einer Flanke von Markus Schuler nur den Pfosten. Doch drei Minuten später schlugen die Bayern, bei denen der 17 Jahre alte Junioren-Nationalspieler Toni Kroos für Hamit Altintop in der Anfangself stand, in ihrer unnachahmlichen Bayern-Manier zu. Nach einem langen Pass von Luca Toni schüttelte Ribéry seinen Gegenspieler Radim Kucera ab, umkurvte Torwart Mathias Hain, schob aus spitzem Winkel zum 0:1 ein und ebnete damit den Weg zum 300. Bundesliga-Sieg für Ex-Nationaltorwart Kahn.

          Hain erleidet Gehirnerschütterung

          Nach dem überraschenden Gegentreffer ließ der vielversprechende Elan der Ostwestfalen merklich nach. Bis auf einen Schuss von Schuler (45.) bekamen die Zuschauer bis zur Pause keine Chance mehr zu sehen. Eine Schrecksekunde gab es für die Gastgeber, als Torhüter Hain kurz vor der Pause mit Miroslav Klose zusammenprallte und einige Minuten benommen liegenblieb. Nachdem sich der 34-Jährige zunächst noch gegen eine Auswechslung wehrte, wurde er zur Halbzeit doch aus dem Spiel genommen und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus gebracht, dort bestätigte sich die erste Diagnose. Für Hain stand nach dem Wechsel der Südafrikaner Rowen Fernandez erstmals vor heimischem Publikum zwischen den Pfosten.

          Doch der 29-Jährige, der vor einer Woche bei der 0:3-Pleite in Bochum bereits Hain vertrat und dabei keine allzu glückliche Figur abgab, bekam kaum Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Das Münchner Star-Ensemble tat sich schwer gegen die Ostwestfalen. Die Partie plätscherte zunächst ohne nennenswerte Höhepunkte vor sich hin. Erst zehn Minuten vor Schluss musste Kahn bei einem Freistoß von Thorben Marx (80.) eingreifen, kurz darauf scheiterte Toni an Fernandez (81.). Mit Geschick und Routine, aber ohne spielerische Eleganz retteten die Bayern schließlich den knappen Vorsprung über die Zeit.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Ministerpräsident Armin Laschet in der Staatskanzlei in Düsseldorf

          Armin Laschet im Interview : „Wir wollen den Erfolg von AKK“

          Vor ihrem Parteitag macht die CDU einen aufgescheuchten Eindruck. Der stellvertretende Parteivorsitzende und NRW-Ministerpräsident, Armin Laschet, spricht im F.A.Z.-Interview über die Querelen in der CDU, über AKK, über Windkraft – und Kopftücher.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.