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Bayern gegen PSG gefordert : Das Duell Kovac gegen Tuchel

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Handschlag: Als Niko Kovac (links) noch Trainer in Frankfurt und Thomas Tuchel noch Trainer in Dortmund war. Bild: dpa

Es ist eine spezielle Premiere: Nach drei Wochen Trainingsarbeit erlebt Niko Kovac Spiel eins als Bayern-Coach gegen Paris Saint-Germain. Im Fokus stehen dabei die beiden Trainer – und ein Münchner Neuzugang.

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          Der Kurzausflug an den schönen Wörthersee in Kärnten wird für Niko Kovac kein Freizeitvergnügen. Der erste Gegner des neuen Bayern-Trainers an diesem Samstag (16.00 Uhr) in Klagenfurt ist in Thomas Tuchel gleich einer, der geraume Zeit als Topkandidat für die Heynckes-Nachfolge beim deutschen Serienmeister gehandelt worden war.

          Kovac kann das ziemlich egal sein. Er hat nach dem DFB-Pokalsieg mit Eintracht Frankfurt mit dem Engagement beim Finalgegner FC Bayern so etwas wie den Hauptgewinn in der Fußball-Bundesliga gezogen. „Es gibt da immer Spekulationen: Trainer 1a, 1b oder 1c. Ich weiß, dass der FC Bayern mit vielen Trainern gesprochen hat, unter anderen auch mit mir. Wie die Reihenfolge war, kann ich nicht sagen und ist auch nicht wichtig. Ich glaube nicht, dass es eine 1a- oder 1b-Lösung gab“, sagte Kovac. Als Notnagel von Tuchels Gnaden sieht sich der 46-Jährige nicht.

          Tuchel entschied sich nach einem Jahr Auszeit frühzeitig für den reizvollen und herausfordernden Job bei Paris Saint-Germain. Den französischen Meister, der sich dank der fast unbegrenzten finanziellen Mittel aus Qatar in 222-Millionen-Mann Neymar und dem 180 Millionen Euro kostenden Weltmeister Kylian Mbappé die teuersten Fußballer der Welt leisten kann, soll der ehrgeizige Tuchel möglichst bald zum ersehnten Champions-League-Triumph führen.

          In München werden von Kovac ebenfalls Titel erwartet. Arjen Robben, Franck Ribéry und Kollegen nimmt der Kroate im Training mächtig ran. „Vorbereitung ist Vorbereitung. Das gehört dazu, da muss man durch“, sagte Kovac. 19 Tage nach dem Trainingsstart freut er sich aber nun auf seine erste Partie als Bayern-Coach, auch wenn er die Erwartungen dämpft. „PSG ist ein Testspiel. Jeder möchte das Spiel sicherlich auch gewinnen. Aber ich weiß auch, dass wir nach drei Wochen Vorbereitung noch bei Weitem nicht dort sind, wo wir hinkommen wollen und auch hinkommen werden“, sagte Kovac.

          Große Rückschlüsse erwartet er sich so wenig wie Kontrahent Tuchel.  Schließlich fehlen auf beiden Seiten die vielen WM-Teilnehmer und damit die meisten Topstars. Kleinere Fingerzeige aber soll es schon geben. Etwa von Serge Gnabry: Der vergangene Saison an 1899 Hoffenheim ausgeliehene Youngster will den Konkurrenzkampf mit den Routiniers Robben und Ribéry sowie Kingsley Coman aufnehmen.

          „Serge ist ein fantastischer Spieler“, sagte Kovac über den 23 Jahre alten Gnabry: „Er kann auf beiden Flügelpositionen spielen. Er kann in höchstem Tempo technisch sauber Fußball spielen. Das braucht der heutige Fußball.“ Überstürzen soll Gnabry aber nichts, auch nicht gegen PSG. „Er ist einer, der erstmal reinfinden muss“, mahnte Kovac zur Vorsicht: „Er kommt aus einer Verletzung. Wir haben mit ihm das Ziel, dass er am Ende der Vorbereitung topfit sein.“

          So stehen im Wörthersee Stadion eben doch die Trainer im Fokus: Kovac freut sich auf das Wiedersehen mit Kollege Tuchel, gegen den er schon mit Eintracht Frankfurt spielte, als Tuchel noch Trainer bei Borussia Dortmund war. „Ich schätze Thomas sehr. Er hat beim BVB bewiesen, dass er ein erfolgreicher Trainer ist. Jetzt bei PSG arbeiten zu dürfen mit solchen Stars ist schon einzigartig. Ich freue mich für ihn und glaube, dass er es gut machen wird.“ Das traut sich Kovac übrigens bei Bayern auch zu – egal, ob als 1a-, 1b- oder 1c-Lösung.

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