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Bayern-Chef zu Streitthema : Die Lösung im Fall Manuel Neuer?

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„Wir wissen, was wir aneinander haben“: Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge Bild: dpa

Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge bezieht Stellung zu den Verhandlungen mit Torhüter Manuel Neuer, um die es zuletzt großen Wirbel gab. Ein anderer wichtiger Spieler geht voran und verlängert vorzeitig um weitere zwei Jahre.

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          Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geht davon aus, dass im Verhandlungspoker zwischen dem Fußball-Rekordmeister und dem verärgerten Nationaltorhüter Manuel Neuer die Fronten nicht hoffnungslos verhärtet sind. „Ich glaube, wir wissen, was beide aneinander haben und bin optimistisch, dass wir am Ende eine für beide Seiten glückliche Lösung finden werden – und dass Manuel dann einen neuen Vertrag unterschreiben wird", sagte der 64-Jährige am Montag während einer Videoschalte mit der Bild-Zeitung.

          Neuer hatte sich zuletzt darüber echauffiert, dass Details der Vertragsgespräche an die Öffentlichkeit geraten sind. Der 34 Jahre alte Weltmeister von 2014 spielt seit knapp neun Jahren für den FC Bayern. Verein und Spieler verhandeln schon länger über eine vorzeitige Verlängerung des noch bis Sommer 2021 laufenden Vertrages. Der Torwart und sein Berater Thomas Kroth hatten via „Bild am Sonntag“ Spekulationen über einen geforderten Fünfjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von 20 Millionen Euro als falsch zurückgewiesen.

          Rummenigge warb nun um Neuer, freilich ohne sich konkret zu den Verhandlungspositionen zu äußern. „Manuel spielt seit fast neun Jahren in München Fußball. Wir haben den weltbesten Torhüter im Tor stehen. Wir haben (mit ihm) alles gewonnen. Neuer war 2011 vom FC Schalke zum FC Bayern gewechselt.

          Derweil hat der Klub seinen Profi Alphonso Davies noch langfristiger an sich gebunden. Der deutsche Rekordmeister verlängerte den Vertrag mit dem 19 Jahre alten Kanadier am Montag vorzeitig um zwei Jahre bis einschließlich 30. Juni 2025. Die Bayern belohnen mit der neuen Vereinbarung den gestiegenen Stellenwert von Davies, der sich unter Trainer Hansi Flick als linker Außenverteidiger im Münchner Starensemble etablieren konnte und bis zur Unterbrechung der Bundesligasaison wegen der Corona-Krise zu den Aufsteigern der Spielzeit zählte.

          „Ich bin sehr glücklich. Der FC Bayern ist einer der besten Vereine der Welt, und für mich ist ein Traum wahr geworden, hier spielen zu dürfen“, äußerte Davies in einer Mitteilung des Vereins. „Ich möchte so viele Titel wie möglich mit diesem Verein holen“, ergänzte er. „Alphonso hat beim FC Bayern eine sehr gute Entwicklung genommen“, sagte Rummenigge. Davies habe sich den neuen Vertrag „mit seinen überzeugenden Leistungen verdient“.

          Der kanadische Nationalspieler war als 17-Jähriger von den Bayern im Sommer 2018 für eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro von den Vancouver Whitecaps aus der nordamerikanischen Major League Soccer (MLS) verpflichtet worden. Er gilt als einer der ersten maßgeblichen Transfers von Sportdirektor Hasan Salihamidzic. „Alphonso passt mit seiner Geschwindigkeit, seiner Spielfreude und seiner professionellen Einstellung ideal zu unserer Mannschaft“, erklärte Salihamidzic.

          Flick versetzte den Außenangreifer nach seiner Beförderung zum Cheftrainer dauerhaft in die Abwehr. Der pfeilschnelle Davies entwickelte sich dort schnell zu einem Publikumsliebling. In bislang 27 Bundesligaspielen erzielte der Kanadier zwei Tore.

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