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Bayern-Chef Rummenigge : „Das ist ein schwarzer Tag des Fußballs“

  • Aktualisiert am

Solidarität mit Dietmar Hopp (links): Karl-Heinz Rummenigge und die Spieler des FC Bayern Bild: firo Sportphoto

Nach den Vorfällen von Sinsheim schämt sich Karl-Heinz Rummenigge für die eigenen Fans und kündigt „klare Kante“ an. Der Bayern-Boss fordert Konsequenzen und spricht über den Hintergrund der „abgestimmten Kampagne“.

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          Bayerns Münchens Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge sah die abermaligen Hasstiraden gegen Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp als „schwarzen Tag für den Fußball“. Nach dem 6:0-Sieg bei der TSG 1899 Hoffenheim, der mit der zweifachen Spielunterbrechung und dem symbolischen Akt der Profis in der Schlussphase zur Nebensache wurde, äußerte sich Rummenigge in den Katakomben.

          Bundesliga

          Herr Rummenigge, was ist heute hier passiert?

          Ich muss klar und deutlich sagen: Ich schäme mich für das, was da in der Kurve abgelaufen ist. Ich habe mich bei Dietmar Hopp entschuldigt, aber es gibt eigentlich nichts zu entschuldigen. Das, was hier passiert, ist nicht entschuldbar. Ich kann nur eins sagen: Ich habe größten Respekt davor, wie diese letzten 13 Minuten abgelaufen sind. Das war eine Idee der Spieler von beiden Mannschaften. Es war ein Zeichen, dass es einfach nicht mehr toleriert wird, was da abläuft. Es ist nicht das erste Mal passiert mit der Person Dietmar Hopp. Ich muss klar und deutlich sagen: Es ist ein Zeitpunkt für alle, dass wir Flagge zeigen. Wir alle in der Bundesliga.

          Wie werten Sie dieses Spiel und diesen Tag heute?

          Als einen schwarzen Tag des Fußballs. Wir haben ein großartiges Spiel abgeliefert. Ich habe bei der zweiten Unterbrechung unsere Spieler gesehen. Unsere Spieler waren wütend und schockiert über unsere eigenen Fans. Sie haben ja nach dem Spiel gesehen, dass unsere Spieler in die Hoffenheim-Kurve gegangen sind, Dietmar Hopp Beifall geklatscht haben. In unsere Kurve ist keiner gegangen und das war keine Anweisung von irgendjemand bei Bayern München. Die Spieler haben selbst entschieden: Das ist etwas, was wir nicht tolerieren und dafür stehen wir nicht zur Verfügung.

          Waren solche Hassplakate vorher intern Thema beim FC Bayern?

          Wir haben sie (die Fans, Anmerkung der Redaktion) gewarnt. Wir haben ja eine Fanklub-Abteilung, die in gewissem Austausch mit den Gruppierungen ist. Es war eine offensichtlich abgestimmte Kampagne innerhalb der Bundesliga. Es gibt Klubs, die sich leider wie unsere Fans daran beteiligt haben. Das ist eine Kampagne gegen die Kollektivstrafe, wie es geheißen hat.

          Herr Rummenigge, welche Möglichkeiten haben denn der Fußball und die Gesellschaft jetzt?

          Erstmal ist es wichtig, dass wir mit klarer Kante vorgehen. Erstmal ist es wichtig, dass wir uns einig sind. Nicht wegducken ist die Lösung, sondern klare Kante zeigen. Dann muss man gegen diese Leute vorgehen. In einer digitalen Welt ist es schon möglich, dingfest zu machen, wer diese Täter heute gewesen sind. Dann muss es möglich sein, dass die Bundesliga-Klubs in Unterstützung mit DFB und DFL diese Leute aus dem Fußball ausgrenzen.

          Das ist zwei Tage nach dem 120. Geburtstag des FC Bayern passiert. Was sagen sie zu dieser Woche?

          Es wäre eigentlich eine wunderbare Woche gewesen. Wir haben ein tolles Spiel gehabt in London und ein tolles Spiel heute. Mit diesem Akt, wenn ich ihn so bezeichnen darf, haben die Chaoten alles kaputtgemacht.

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