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Leverkusens Talent Wirtz : „Er ist unfassbar weit, fußballerisch sensationell“

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Zwei große Talente des deutschen Fußballs: Florian Wirtz (links) und Kai Havertz Bild: Picture-Alliance

Mit Kai Havertz hat Leverkusen ein riesiges Talent. Nun macht noch ein Youngster auf sich aufmerksam: Florian Wirtz. Um seinen Wechsel zu Bayer, für den er gar dem FC Bayern absagte, gab es einigen Wirbel.

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          Leon Bailey nein, Lucas Alario auch nicht – statt der gestandenen Bundesliga-Profis sollte ein 17-Jähriger der harmlosen Offensive von Bayer Leverkusen gegen den VfL Wolfsburg Leben einhauchen. Einmal mehr ein Beweis, welch hohen Stellenwert sich Florian Wirtz in Rekordzeit beim Champions-League-Aspiranten erarbeitet hat. Nicht einmal einen Monat nach seinem 17. Geburtstag hat sich der vom 1. FC Köln gekommene Offensivspieler bereits zu einer festen Größe im Team von Trainer Peter Bosz entwickelt. Kein Wunder also, dass bereits erste Vergleiche mit seinem Mitspieler Kai Havertz aufkommen.

          Bundesliga

          „Wenn er gesund bleibt, ist er mindestens ein Spieler der Kategorie Havertz“, sagte Jörg Jakobs, früherer Sportdirektor und Nachwuchsleiter beim Rivalen aus Köln, dem kicker: „Florian kann alles, hat enormen Spielwitz, starke Technik, unglaubliche Spielintelligenz, ist schnell mit dem Ball, kann dribbeln.“ Auch die eigenen Teamkollegen hat er bereits überzeugt. „Er ist unfassbar weit. Fußballerisch ist das sensationell“, lobte Abwehrchef Sven Bender: „Ich glaube, da haben wir uns ein Riesentalent geangelt.“

          Sowohl beim Startelfdebüt in Bremen (4:1) vor knapp zwei Wochen als auch nach seiner Einwechslung gegen Wolfsburg (1:4) ließ Wirtz seine spielerische Klasse aufblitzen und heimste damit sogar ein seltenes Sonderlob von Bosz vor dem Spiel beim SC Freiburg am Freitagabend (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-Bundesliga, bei DAZN und Amazon Prime) ein.

          Mit dieser rasanten Entwicklung hätte wohl kaum einer gerechnet, auch wenn der Wechsel des Toptalents im Winter hohe Wellen geschlagen hatte. Leverkusen warb Ende 2019 intensiv um den Youngster und verstieß damit aus Sicht der Kölner gegen ein Abkommen der Klubs im Rheinland, dass man sich gegenseitig keine Jugendspieler wegschnappt. Der Offensivspieler habe bei vielen Top-Klubs aus dem In- und Ausland auf dem Wunschzettel gestanden, rechtfertigte sich Völler damals im kicker.

          Dies bestätigte nun auch dessen Vater Hans-Joachim Wirtz gegenüber der Sport Bild, sogar Rekordmeister Bayern München sei interessiert gewesen: „Wir haben uns auch nicht gegen den FC Bayern entschieden, sondern für den natürlichen Reifeprozess bei Florian“, erklärte Witz senior. Das Paket habe beim Werksklub am besten gepasst. Junge Spieler wie Havertz oder Julian Brandt hätten in Leverkusen bereits früh das Vertrauen erhalten und in jungen Jahren erste Erfahrungen in der Champions League sammeln können, so Hans-Joachim Wirtz weiter.

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          Auf diese Möglichkeit hofft der mit 17 Jahren und 15 Tagen drittjüngste Bundesliga-Debütant für die kommende Saison sicher auch. Auch in den Junioren-Nationalmannschaften wird er sich dann wieder beweisen dürfen, hält man beim DFB doch längst große Stücke auf ihn. „Er ist ein feiner, zielstrebiger Kerl, der weiß, wo er hin will“, sagte DFB-Nachwuchschef Meikel Schönweitz dem „Kicker“: „Er ist für uns beim DFB ein Hoffnungsträger, das muss man klar so sagen.“ Eine Aussage, die man so sicher auch in Leverkusen unterschreiben würde.

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