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3:3 im Abstiegskampf : Dramatischer Achterbahn-Fußball mit Bayer und Wolfsburg

  • -Aktualisiert am

Abstiegskampf! Bayer und Wolfsburg schenken sich nichts Bild: AP

Spektakel in Leverkusen! Wolfsburg reicht ein sieben-Minuten-Hattrick von Mario Gomez nicht zum Sieg. Der VfL-Stürmer dreht im Alleingang einen 0:2-Rückstand – doch Bayer 04 hat darauf noch eine Antwort.

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          Trotz des Trainerwechsels bleibt Bayer Leverkusen auf der Suche nach der Spielkultur, die der „Werkself“ in dieser Saison abhanden gekommen ist. Auch im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg bot die Mannschaft eine insgesamt schwache Leistung. Dennoch hatte es lange so ausgesehen, als dürfte Tayfun Korkut zum Abschluss des 26. Spieltages seinen ersten Sieg als Trainer des in der Bundesliga tief gefallenen rheinischen Klubs bejubeln.

          Dank der Tore von Karim Bellarabi (40. Minute) und Kevin Volland (66.) führte Leverkusen bis in die Schlussphase mit zwei Toren Vorsprung. Doch die fast durchweg überlegenen Niedersachsen vermochten die Partie in der Schlussphase scheinbar vollends zu drehen. Mario Gomez machte aus dem Wolfsburger Rückstand mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten (80./83.87.) zunächst einen Vorsprung. Doch Einwechselspieler Kai Havertz rettete Bayer mit dem Treffer zum 3:3 in (vor-)letzter Minute noch einen Punkt. Dieser dramatische Verlauf änderte jedoch nichts daran, dass Leverkusen auch im dritten Bundesligaspiel unter Korkuts Regie ohne Sieg blieb.

          Man des Spiels – und doch nicht gewonnen: Gomez trifft drei Mal, doch Leverkusen schießt noch den Ausgleich Bilderstrecke

          Bis zur 40. Minute hatte es den Anschein gehabt, als würden die Leverkusener überhaupt nicht in Tritt kommen. Es fiel der Mannschaft äußerst schwer, wenigstens in die Nähe des gegnerischen Strafraums zu gelangen. Wolfsburg hatte die Heimelf fest im Griff, und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, wann die Niedersachsen in Führung gehen würden. Gomez und Vieirinha verpassten erste Gelegenheiten. Insgesamt aber brachten die „Wölfe“ ihre Angriffe zu selten zum Abschluss. Und dann fiel in der BayArena ein Tor, das den Spielverlauf auf den Kopf stellte.

          Beim ersten strukturierten Bayer-Angriff landete eine Flanke von Charles Aránguiz im Strafraum bei Flügelmann Bellarabi. Der Nationalspieler nutzte die Vorlage zu einem Direktschuss aus sieben Metern Entfernung durch die Beine des VfL-Torhüters Koen Casteels. Statistisch sprachen zwar die meisten relevanten Werte zur Pause für Wolfsburg, aber dieses eine Tor weckte Hoffnung beim Leverkusener Anhang, der im Laufe der ersten Hälfte lange vergeblich nach Anhaltspunkten für einen erfolgreichen Nachmittag gesucht hatte.

          Auch der zweite Durchgang begann beschwerlich für Bayer. Der Ausgleich lag in der Luft – und der Ball fast im Tor. Ein Steilpass von Vieirinha hatte Gomez in Schussposition gebracht, Torwart Bernd Leno wehrte den Ball gerade noch so ab, dass Aánguiz ihn dank ausgezeichneter Körperbeherrschung noch vor der Linie aus der Gefahrenzone befördern konnte. Den Leverkusenern mangelte es zunächst weiter an Ideen und an Mut, um die knappe, schmeichelhafte Führung zu rechtfertigen.

          Aber es bedurfte keiner sonderlich ausgeprägten Spielfreude, um den Vorsprung auszubauen. Stattdessen genügte eine Standardsituation. Volland drückte eine Freistoßvorlage von Roberto Hilbert zum 2:0 über die Linie. Doch das war noch lange nicht die Entscheidung, erst verpasste Gomez der am Ende aufregenden Partie mit einem Hattrick scheinbar die Wende, dann ergatterten die Leverkusener mit dem späten Ausgleich wenigstens noch einen Punkt und durften sich sogar über den Beifall ihrer Fans freuen.

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