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Leverkusen gegen Dortmund : Nur einer kann ein richtiger Bayern-Jäger sein

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Nach dem 1:1 gegen Mainz ist Dortmund auf Wiedergutmachung aus. Bild: dpa

Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund haben jeweils sieben Punkte Rückstand auf Tabellenführer Bayern München. Nun treffen sie sich zum direkten Duell. Doch beide kämpfen mit ihren ganz eigenen Problemen.

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          Fußball-Deutschland sucht den Bayern-Verfolger. Und vor dem Verfolger-Duell zwischen Bayer Leverkusen, kurz vor Weihnachten noch Tabellenführer, und der punktgleichen Borussia aus Dortmund als quasi natürlichem Bayern-Herausforderer sind die Voraussetzungen klar: Der Gewinner der Partie an diesem Dienstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) bleibt aktuell zumindest dran. Für den Verlierer ist die Bayern-Jagd bei dann zehn Punkten Rückstand im Falle eines Münchner Sieges über Augsburg schon mit dem Hinrunden-Ende quasi gelaufen.

          Bundesliga

          Bayer-Trainer Peter Bosz hält den Triple-Sieger in dieser Saison grundsätzlich für durchaus verwundbar. Jeder sehe, „dass es nicht mehr die gleichen Bayern sind wie im Vorjahr“, sagte Bosz am Montag. Sie seien „anfälliger geworden“ und würden deshalb „in dieser Saison noch mehrere Spiele verlieren.“ Aber, so Bosz, „es macht nur Sinn, darauf zu schauen, wenn wir selbst unsere Spiele gewinnen. Das haben wir zuletzt gesehen.“ Mit nur einem Sieg aus vier Spielen hat sich Bayer seine gute Ausgangsposition zerstört und blickt deshalb erst mal nicht nach oben.

          „Wollen Hinrunde mit Sieg beenden“

          Dasselbe gilt aber auch für Bosz-Kollege Edin Terzic. Er will erst einmal Wiedergutmachung für das enttäuschende 1:1 gegen den damaligen Letzten Mainz. „Wir wollen auf dem Platz zeigen, dass wir es besser machen“, sagte der 38-Jährige und sieht die Partie erst einmal als gute Chance, einen Widersacher im Kampf um die Champions-League-Plätze zu überholen. „In Spielen gegen Konkurrenten können wir nicht nur beeinflussen, dass wir Punkte holen, sondern auch, dass der Gegner welche liegen lässt“, sagte Terzic. Im Endeffekt sei das Spiel vom Dienstag „nicht entscheidend, aber wichtig. Wir wollen die Hinrunde mit einem Sieg beenden.“

          Was umso wichtiger wäre, da die Rückrunde drei Tage später mit einer weiteren schweren Partie bei Champions-League-Teilnehmer Borussia Mönchengladbach beginnt. Ob diese Gegner dem BVB nun eher liegen, nachdem die Dortmunder zuletzt vor allem daheim gegen Außenseiter wie Köln (1:2), Aufsteiger Stuttgart (1:5) oder Mainz patzten, sei aber „spekulativ“, meinte Terzic, den angesichts der Sperre von Witsel-Ersatz Emre Can Sorgen im defensiven Mittelfeld plagen.

          Bayer hofft derweil auf die Rückkehr von Ausnahme-Talent Florian Wirtz (17), der zuletzt drei Pflichtspiele wegen einer Überbelastung verpasste. Da er erst am Sonntag erstmals wieder trainierte, dürfte es aber zumindest für die Startelf knapp werden. So oder so ist die Partie eine Standortbestimmung für Leverkusen. Nach dem Spiel wisse man, „wo wir stehen“, sagte Sportchef Rudi Völler dem „Kicker“ und kündigte an: „Wir sind immer noch Dritter – und das verdient. Und wir wollen diesen Platz gegen einen direkten Konkurrenten verteidigen.“ Den Blick auf die Bayern hat aber offenbar auch der Weltmeister von 1990 derzeit nicht gerichtet.

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