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3:2 in Hannover : Leverkusen gewinnt die Schneeballschlacht

  • -Aktualisiert am

Der rote Ball trotzt dem Schnee: In Hannover herrschten widrige Bedingungen. Bild: dpa

Kuriose Begegnung zum Abschluss des Spieltags: Der Schnee stoppt kurzzeitig das Spiel und einen Ball auf der Torlinie. Hannover wird zudem spät durch Havertz bestraft.

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          Der Mann des Abends ließ sich nicht ausbremsen. Zwei Tore steuerte Kevin Volland bei und ebnete damit Bayer Leverkusen den Weg zu einem 3:2-Erfolg bei Hannover 96. Und der Kapitän des Siegers konnte selbst dann glänzen, als der stark verschneite Platz mit Hilfe von Besen aufbereitet werden musste. Volland half einem überforderten Ordner dabei, von Schnee bedeckte Linien zu säubern. Trotzdem hätten die Leverkusener um ein Haar nach einer beruhigenden 2:0-Führung noch den Durchblick verloren.

          Bundesliga

          Hannover 96 kämpfte und konnte durch Jonathas sowie ein Eigentor von Mitchell Weiser zwischenzeitlich ausgleichen. Temporär keimte Hoffnung im Kampf gegen Abstieg auf. Doch Nationalspieler Kai Havertz gelang in der Schlussphase vor 33.800 Zuschauern per Kopf noch der Siegtreffer für Bayer.

          Drei Besen für klare Sicht

          Es war ein kurioses Sonntagabend-Spiel der Fußball-Bundesliga. Erst wurde mit drei Besen und zunächst sehr provisorisch dafür gesorgt, dass ein regelkonformes Spielfeld mit sichtbaren Linien zur Verfügung stand. Nach 40 Minuten unterbrach Schiedsrichter Sören Storks die Partie, um eine gründlichere Besen-Kosmetik durchführen zu lassen. Die Anzahl der Ordner und Arbeitsgeräte wurde im Verlaufe des Abends deutlich erhöht.

          An den kuriosen Umständen eines sonderbaren Spiels bei starkem Schneefall konnte das nichts ändern. Die Akteure beider Teams rutschten und schlitterten im Sekundentakt am Ball vorbei. Es war ein Kräftemessen im Grenzbereich zu irregulären Bedingungen. Aber der Unparteiische ließ bei zwei längeren Unterbrechungen weiterspielen. Um 20.06 Uhr endete schließlich eine Partie, die ohne Schnee gegen 19.45 Uhr hätte abgepfiffen werden sollen.

          Am Ende jubelt Bayer: Havertz hat das 3:2 erzielt. Bilderstrecke

          Wie auch immer die Spielzeit 2018/19 für Hannover 96 enden wird: Ein kurioser Beitrag für den Saisonrückblick ist den Niedersachsen sicher. Der Japaner Genki Haraguchi hatte sich in der 33. Minute auf gekonnte Weise seinen Weg durch das dichte Schneegestöber und um den Leverkusener Torhüter Lukas Hradecky gebahnt. Sein Schuss auf das leere Tor blieb jedoch kurz vor der Linie in einer Mischung aus Schnee und Matsch stecken. Den bemitleidenswerten Niedersachsen bleibt mitten in ihrer Misere fast nichts an Kapriolen erspart.

          Zehn Spieltage vor Saisonende hatte Präsident Martin Kind vor der Partie erklärt, dass das aktuelle 96-Team „kaputt, schlecht zusammengestellt und gescheitert“ sei. Was demotivierend klingt, rechtfertigte der Vereinsboss noch einmal. „Es sollte ein kritischer Reiz oder Anreiz für die Mannschaft sein“, sagte Kind per Fernsehinterview bei Sky.

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