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Derbysieg gegen Köln : Bayer marschiert weiter in Richtung Königsklasse

  • Aktualisiert am

Torschütze und Rückkehrer: Kai Havertz (vorne) wird von Kevin Volland (rechts daneben) bejubelt. Bild: Reuters

Den Angriff von Mönchengladbach abgewehrt, das Derby gegen Köln gewonnen, weiterhin die großen Ziele in der eigenen Hand: Bayer Leverkusen freut sich über einen erfolgreichen Spieltag in der Bundesliga.

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          Durch einen hochverdienten Derby-Sieg hat Bayer Leverkusen nach nur einem Tag Platz vier von Borussia Mönchengladbach zurückerobert und die Qualifikation für die Champions League damit weiter in eigener Hand. Die Leverkusener besiegten den 1. FC Köln am Mittwochabend nach starker erster und mäßiger zweiter Halbzeit mit 3:1 (2:0) und gehen mit einem Punkt Vorsprung auf Gladbach in die letzten beiden Saisonspiele bei Hertha BSC und gegen Mainz. Die Borussia spielt noch in Paderborn und ebenfalls gegen die Hertha.

          Bundesliga

          Abwehrchef Sven Bender (7. Minute), der nach einer halben Stunde mit einer Sprunggelenkverletzung vom Feld musste, Nationalspieler Kai Havertz (39.) und der überragende Moussa Diaby (83.) schossen die Tore für Bayer. Köln, das durch Sebastian Bornauw verkürzte (59.), holte aus nunmehr acht Geisterspielen ganze drei Punkte, rettete sich im Kampf um den Klassenverbleib aber dank des starken Zwischenspurts vom 2:0 im Hinspiel bis zur Corona-Pause wohl ins Ziel. Sicher gerettet ist der FC bei sechs Punkten Vorsprung auf Rang 16 aber immer noch nicht. „Wir wissen um unsere Qualitäten, und das haben wir heute auch wieder in der ersten Halbzeit gezeigt. Wir hätten den Sack nur etwas früher zumachen müssen“, sagte Torschütze Havertz im Sky-Interview. „Trotzdem sind wir auf einem super Weg, sind wieder Vierter – und haben das Derby gewonnen.“

          Das Spiel ging von der ersten Sekunde an nur in eine Richtung. Leverkusen erspielte sich schon in der Anfangsphase Eckbälle im Minuten-Takt. Und nutzte die fünfte Chance dann auch zur Führung. Abwehrchef Bender verlängerte die Hereingabe von Leon Bailey mit der Fußspitze ins lange Eck.

          Damit war das Kölner Konzept direkt durchkreuzt. FC-Trainer Markus Gisdol hatte Anthony Modeste erstmals seit der Corona-Pause von Beginn an als zweite Spitze neben Jhon Cordoba aufgeboten. Die vor der Pause überragenden und seitdem formschwachen Mark Uth und Jonas Hector saßen zunächst nur draußen. Doch auch so dominierte Leverkusen, die Kölner gaben bestenfalls Begleitschutz. Nach einem sensationellen Solo von Diaby verhinderte Kölns Keeper Timo Horn das schnelle 0:2 (13.). „Wir haben alles versucht. Mit dem 3:1 war das dann entschieden, aber wir haben lange alles offen gehalten“, meinte Horn. „Wir haben jetzt noch zwei Spiele, wo wir auch rechnerisch alles klarmachen wollen.“

          Dass Gisdol, der schon nach dem 1:2 gegen Union Berlin mangelnden Einsatz moniert hatte, entgegen seiner Gewohnheit in der Anfangsphase lange auf der Bank kauerte, lag sicher nicht nur am Starkregen. Nach 20 Minuten sprang der Coach auf und brüllte – auch entgegen seiner Gewohnheit – mehrfach über das gesamte Spielfeld. Sein Team hatte bis dahin spärliche 28 Prozent Ballbesitz. Das Glück der Kölner war, dass die vielbeschäftigten Innenverteidiger Rafael Czichos und Bornauw viele Bälle klärten. Das 2:0 war dennoch folgerichtig: Havertz schob auf Vorlage von Bailey aus acht Metern ein.

          In der zweiten Halbzeit sah es zunächst danach aus, als würde das Spiel sich nicht verändern. Doch plötzlich kamen die Kölner zu drei guten Chancen innerhalb von weniger als fünf Minuten durch Jan Thielmann (54.), Cordoba (55.) und Bornauw, der die dritte per Kopf nach einem Eckball von Elvis Rexhbecaj dann nutzte. Und so war passiert, was zur Pause kaum jemand für möglich gehalten hatte: Leverkusen zitterte nun ein bisschen, und Köln hoffte wieder – bis Diaby traf.

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