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Bayer-Coach Bosz nach Pleite : „Der Europacup ist immer noch möglich“

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Lässt sich auch durch die Auftaktniederlage nicht aus der Ruhe bringen: Leverkusens neuer Trainer Peter Bosz. Bild: dpa

Sein Debüt als Trainer von Bayer Leverkusen hatte sich Peter Bosz anders vorgestellt. Die Werkself verlor 0:1 gegen Borussia Mönchengladbach. Doch aus einem bestimmten Grund bleibt der Niederländer optimistisch.

          Komplimente satt, aber keine Punkte. Peter Bosz stand nach seinem Bundesliga-Comeback mit leeren Händen da, der neue Trainer von Bayer Leverkusen wirkte nach der unglücklichen 0:1 (0:1)-Niederlage im rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach aber weder konsterniert noch verzweifelt.

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          „Das war heute ein Rückschlag, denn wir sind in der Rolle des Verfolgers und brauchen die Punkte“, sagte der Nachfolger von Heiko Herrlich nach seiner missglückten Premiere auf der Bayer-Bank mit ruhiger Stimme und blickte dann wieder optimistisch nach vorne: „Wir haben noch 16 Spiele, es sind noch viele Punkte zu vergeben. Ich glaube, dass wir auf einem guten Weg sind. Der Europacup ist immer noch möglich.“

          Nach einer durchaus ansehnlichen Vorstellung gegen den Champions-League-Anwärter vom Niederrhein, der durch den zehnten Saisontreffer von Alassane Plea Platz drei zementierte, musste Bosz sein Team aber erst mal wieder aufrichten. „Kopf hoch, noch ist alles möglich“, habe er seinen maßlos enttäuschten Spielern auf den Heimweg mitgegeben, berichtete der frühere Dortmund-Coach, der schon für das nächste Match beim VfL Wolfsburg am kommenden Samstag einen noch offensiveren Spielstil seiner Mannschaft ankündigte.

          „Die Mannschaft hat mein System schon gut umgesetzt, wir werden es aber noch besser machen“, kündigte der Niederländer an, der nicht nur wegen des Pfostenschusses von Karim Bellarabi (68.) auch ein wenig mit dem fehlenden Glück haderte. Zuspruch erhielt der 55-Jährige von seinem Gladbacher Kollegen Dieter Hecking, der ähnlich wie Bosz seit Saisonbeginn auf ein 4-3-3-System setzt. „Peter ist ein ausgezeichneter Trainer, der mit Bayer wieder den Erfolgsweg einschlagen wird. Das hat man heute schon gesehen, unser Sieg war etwas glücklich.“

          So sahen es auch die Leverkusener Verantwortlichen, die nach zwei Siegen auf Schalke (2:1) sowie gegen Hertha BSC (3:1) und dem damit verbunden Sprung auf Platz neun einen Tag vor Heiligabend Heiko Herrlich den Laufpass gegeben und im Kampf um einen Europacupplatz alles auf die Karte Bosz gesetzt hatten. „Das Ergebnis ist natürlich enttäuschend, aber nicht wie wir gespielt haben. Es gibt Hoffnung auf mehr. Ich bin davon überzeugt, dass wir in der Rückrunde noch viel Freude haben werden“, sagte Leverkusens Sportvorstand Rudi Völler. Der neue Sportdirektor Simon Rolfes sah es ähnlich: „Es ist ärgerlich, dass wir dieses Spiel nach einer guten Leistung verloren haben. Aber schlimmer wäre es gewesen, wenn wir keine Chancen gehabt hätten.“

          Auch die Protagonisten auf dem Platz wähnten sich trotz der fünften Heimniederlage in dieser Saison nach der Achterbahn unter Herrlich wieder auf dem richtigen Weg. „Man heute schon viele gute Sachen gesehen. Wir werden das System des Trainers weiter verinnerlichen und dann auch wieder gewinnen“, sagte Kevin Volland. Kai Havertz fügte bei Sky fast schon überschwänglich hinzu: „Ich komme mit dem neuen Trainer super klar. Man sieht, was wir in den zwei Wochen dazugelernt haben. Das sind tausend Dinge. Wir haben vieles besser gemacht als in der Hinrunde.“

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