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3:2 gegen Schalke : „Batman“ Aubameyang krönt den BVB abermals zum Revierkönig

Wiederholungstäter: „Batman“ Aubameyang trifft auch ohne „Robin“ Marco Reus im Derby gegen Schalke Bild: dpa

Dortmund gewinnt ein spektakuläres Revier-Derby gegen Schalke 04. Auch ohne den verletzten „Robin“ Reus ist „Batman“ Aubameyang in Torlaune. Huntelaars zwei Treffer reichen nicht für Königsblau.

          Das „dynamische Duo“ war bekanntlich gesprengt. Marco Reus fehlte den Dortmundern am Sonntag wegen einer Muskelverletzung aus dem Europa-League-Spiel gegen Qäbälä. In der vergangenen Saison hatten er und Pierre-Emerick Aubameyang anlässlich des Revierderbys gegen Schalke 04 eine außergewöhnliche Jubel-Einlage ausgeheckt. Als Batman und Robin maskiert posierten sie, nachdem sie entscheidend zur Demontage des großen Rivalen beigetragen hatten – eine Szene, an die man sich in Dortmund immer noch mit diebischer Freude erinnert.

          Aubameyang fühlte sich diesem Geist offenbar verpflichtet, als er auch für das Wiedersehen mit Schalke einen Spezialeinsatz ankündigte, auch ohne seinen „Robin“ Reus. „Ich habe mir da etwas überlegt“, sagte er in den Tagen vor dem Spiel. Und tatsächlich, als er kurz nach der Pause zum wegweisenden 3:1 getroffen hatte (48. Minute), zog er sich das Trikot über den Kopf und zum Vorschein kam, schwarz auf gelb, ein Batman-Logo, dazu der Satz: „Do you remember?“

          Den Bayern auf den Fersen

          Es war Aubameyangs 14. Saisontor, er ist nun wieder gleichauf mit dem Münchner Robert Lewandowski. Aber auch im größeren Bild der Bundesliga-Tabelle sind die Borussen dank des 3:2-Erfolgs den Bayern weiter auf den Fersen: fünf Punkte beträgt der Rückstand nach etwas mehr als einem Drittel der Saison.

          „Wir sind froh, dass wir den Fans diesen Sieg schenken konnten“, kommentierte Nationalspieler Ginter. BVB-Sportchef Michael Zorc meinte: „Wir haben bis zur 70. Minute hervorragend gespielt, danach wurde es noch mal spannend. Aber wir haben das hinten raus gut gemacht.“ Die sportliche Zwischenbilanz seines Club beurteilte er als gut - auch wenn der Abstand zum FC Bayern weiter fünf Zähler beträgt. „Mit den 29 Punkten wären wir in Spanien oder in Italien Tabellenführer. Aber da gibt's Bayern München nicht“, sagte Zorc.

          Es war diesmal allerdings ein hartes Stück Arbeit für das Team von Thomas Tuchel gegen ausgesprochen widerborstige Schalker, die ihre Haut teuer verkauften.

          Frühe Führung für Dortmund: Shinji Kagawa trifft per Kopfball Bilderstrecke

          Der Dortmunder Führung durch Shinji Kagawa (30. Minute) ließen sie prompt das 1:1 durch Klaas-Jan Huntelaar (33.) folgen. Und auch nach den weiteren Dortmunder Treffern durch Matthias Ginter (43.) und Aubameyang kurz vor und nach der Pause hatten sie durch Huntelaar noch einmal eine – zu diesem Zeitpunkt allerdings überraschende – Antwort (71.). Am Ende zitterte sich der BVB ins Ziel dieses rundum packenden Fußballspiels, das zu Beginn der Nachspielzeit auch noch eine formidable „Rudelbildung“ zur Abrundung bereithielt.

          Das erste Derby für beide Trainer

          Für beide Trainer war dieses 147. Revierderby das erste, und es wird gewiss Eindruck hinterlassen haben. Wobei man sagen darf, dass André Breitenreiter die Sache etwas naiv angegangen war, als er zunächst behauptete, das Duell mit Dortmund sei ein „Bonusspiel“ - so etwas hört niemand auf Schalke gern, und so musste Breitenreiter den verbalen Fauxpas umgehend wieder einfangen.

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