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1:1 gegen Köln : Augsburg trifft erst nach dem Joker-Schock

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Erst saß er auf der Bank, dann auf der Bande: Anthony Modeste lässt sich nach seinem Joker-Tor feiern. Bild: dpa

Erst ein Tor des eingewechselten Anthony Modeste bricht den Bann. Dann gleicht Philipp Max für Augsburg postwendend aus. Der Treffer könnte für den abstiegsgefährdeten Klub viel wert sein. Timo Horn bügelt einen eigenen Fehler wieder aus.

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          In einer furiosen Schlussphase hat Philipp Max dem FC Augsburg im Zitterduell mit dem 1. FC Köln zumindest einen Punkt gerettet. Nur zwei Minuten nach dem vermeintlichen Siegtreffer von Joker Anthony Modeste (86.) für die Rheinländer glich der Linksverteidiger (88.) zum 1:1 (0:0) noch aus. In seinem 150. Bundesligaspiel hatte zuvor Timo Horn einen Strafstoß selbst verursacht, seinen Fehler gegen Florian Niederlechner (27.) aber wiedergutgemacht. In der Schlussphase am Sonntagabend zum Abschluss des 30. Spieltags schlugen dann Modeste und schließlich Max zu.

          Die Augsburger bleiben auch im elften Spiel nacheinander gegen die Kölner ungeschlagen. Die nach der Corona-Zwangspause sieglosen Kölner haben vor der Saisonschlussphase sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz 16, die Fuggerstädter immerhin vier. „Für uns hat sich nichts geändert, es ist eine total gefährliche Situation. Wir müssen auf uns schauen und noch Punkte holen“, hatte FCA-Coach Heiko Herrlich seine Mannschaft unmittelbar vor dem Anstoß nochmals gewarnt.

          Mit großer Ernsthaftigkeit starteten die Gastgeber dann auch in die Partie und gaben Torschuss um Torschuss ab. Insbesondere Linksverteidiger Philipp Max, der nach einer Prellung in die Augsburger Startelf zurückgekehrt war, sorgte mit seinen Standards für Dauergefahr.

          Horn bügelt Fehler selbst aus

          Ein ungeschicktes Foul von Kölns Torwart Horn an der Außenlinie gegen Noah Sarenren Bazee brachte dann einen Strafstoß. Niederlechner scheiterte aber am FC-Keeper und erklärte seinen Fehlschuss später mit der besonderen Atmosphäre. „Ich habe den größten Fehler gemacht, den man als Elfmeterschütze machen kann. Ich habe den Ball hingelegt, rechts ist eigentlich meine Ecke, wo ich bisher jeden gemacht habe, und dann kam von hinten ein Kommentar, den ich wegen der scheiß Geisterspiele gehört habe. Der hat gerufen, du weißt, wo er immer hinschießt“, sagte er. „Das hat mich dazu gebracht, dass ich mich umentschieden habe. Das war ein großer Fehler. Ich habe mich beeinflussen lassen. Fehler gehören dazu im Fußball. Ich war schon oft der Held, heute war ich der Depp.“

          In der 35. Minute wehrte Horn abermals gegen Niederlachner ab, diesmal aus dem Spiel heraus mit dem Fuß. Kölns Trainer Markus Gisdol musste auf die druckvollen Läufe der Augsburger Außenstürmer reagieren und Benno Schmitz noch vor der Pause (28.) für Noah Katterbach vom Feld nehmen. Der Verteidiger hatte erhebliche Probleme mit Sarenren Bazee und stand kurz vor einem Platzverweis. Die zuletzt angeschlagenen Jhon Cordoba und Mark Uth blieben gegen die FCA-Defensive wirkungslos. Herrlich hatte nach dem 0:2 bei Hertha BSC die halbe Mannschaft ausgetauscht - unter anderem fehlte Kapitän Daniel Baier wegen einer Mandelentzündung. Und das umformierte Heimteam hatte die Gäste fest im Griff, versäumte es aber, sich mit einem Tor zu belohnen.

          Die Augsburger betrieben weiter einen hohen Aufwand - und hofften in der 49. Minute erneut auf einen Strafstoß. Der flinke Sarenren Bazee kam im Duell mit Rafael Czichos und Ismail Jakobs im Sechzehner zu Fall, Referee Benjamin Cortus pfiff jedoch nicht. Die Kölner standen nun defensiv besser und hätten in der 62. Minute in Führung gehen müssen. Eine scharfe Hereingabe von Florian Kainz erwischte Jakobs gerade noch, Torwart Andreas Luthe entschärfte jedoch dessen Schuss. Dann ging es in der Schlussphase rund.

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