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Mainz 05 : Zehn wegweisende Tage

Wohin führt der Mainzer Weg? Auf Torhüter Robin Zentner und Kollegen warten entscheidende Tage Bild: dpa

Mainz 05 hofft auf mehr Ruhe im Verein – ein erfolgreiches Abschneiden in Leipzig wäre eine gute Basis für die wichtigen Spiele zum Abschluss des Jahres.

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          Endlich kann Mainz 05 auf ein Wochenende spekulieren, an dem allein der Fußball im Fokus der Vereinsanhänger steht. Der Rücktritt des Vereinsvorsitzenden Johannes Kaluza weckt Hoffnung auf Ruhe im Umfeld des Bundesligateams zu einem Zeitpunkt, an dem es sportlich dringend nötig wäre. In den kommenden zehn Tagen stehen vier Spiele auf dem Programm, die maßgeblich darüber entscheiden werden, ob Mainz sportlich eine schlechte, eine zufriedenstellende oder – bei optimalem Verlauf – sogar ein gute Halbjahresbilanz vorlegt.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          In drei Bundesligaspielen binnen einer Englischen Woche – an diesem Samstag in Leipzig (15.30 Uhr/live in Sky und Bundesliga-Liveticker auf FAZ.NET), am Dienstag gegen Dortmund und schließlich in Bremen – sind neun Punkte zu vergeben, die das Konto von ausbaufähigen 15 Zählern verbessern können. Und zum Abschluss besteht am 19. Dezember im Achtelfinalspiel des DFB-Pokals gegen den VfB Stuttgart die Chance, den Jahreswechsel mit dem Traum einer längeren Pokal-Reise begehen zu dürfen. „Das Sportliche ist völlig untergegangen in den vergangenen Wochen und somit auch, dass wir noch eine Riesenchance haben auf ein tolles Weihnachtsgeschenk mit dem Erreichen des Pokal-Viertelfinals“, sagte Sportvorstand Rouven Schröder.

          Bundesliga

          Der 42-Jährige musste in den vergangenen Wochen immer wieder Nebenkriegsschauplätze rund um den nun am Mittwoch zurückgetretenen Kaluza vom Team fernhalten und war selbst ins Krisenmanagement eingebunden. Da war es für den gebürtigen Sauerländer zur Abwechslung mal ein entspannendes Erlebnis, am Donnerstag auf dem Mainzer Weihnachtsmarkt gemeinsam mit Trainer Sandro Schwarz für den guten Zweck Glühwein auszuschenken und erstmals in seinem Leben den Weihnachtsmarktklassiker heiße Maronen zu genießen.

          Auf die Defensivorganisation kommt es an

          Auf dem Feld steht den Rheinhessen beim Tabellenzweiten vermutlich nichts vergleichbar Erholsames bevor. RB Leipzig hat zuletzt zwar zwei Tiefschläge hinnehmen müssen mit dem 0:4 in Hoffenheim sowie dem Ausscheiden in der Gruppenphase der Champions League. Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz will sich aber nicht mit Gedanken über eine Leipziger Krise beschäftigen. „Wir stellen uns auf den besten RB ein, der möglich ist“, sagte Schwarz. „Für uns ist die Überschrift deshalb: Defensivorganisation. Nur wenn wir Geschwindigkeit entgegensetzen, bestimmte Strategien auf gewissen Positionen entwickeln und Zweikampfschärfe sowie Mentalität als Gruppe auf den Platz bringen, dann haben wir eine Chance.“

          Für Schwarz, der vor seinem siebten Auswärtsspiel als Bundesligatrainer noch auf einen Sieg wartet, ist das Kräftemessen mit Leipzig die erste sportliche Begegnung mit RB-Sportdirektor Ralf Rangnick. Vor zwei Jahren nannte dieser den bis dato über die Mainzer Stadtgrenzen hinaus weitgehend unbekannten Mainzer U-23-Trainer als Kandidaten für den zu jener Zeit noch von Rangnick selbst ausgefüllten Job als Leipzig-Trainer und verschaffte ihm somit nützliche Öffentlichkeit. „Was vor zwei Jahren war, interessiert heute aber niemanden mehr“, sagt der 39 Jahre alte Trainer.

          Interessanter dürfte da die Herangehensweise sein, mit der Schwarz sein zuletzt gegen Augsburg wenig inspiriertes Team aufs Feld schickt. Am Donnerstag bezeichnete der Coach Defensiv-Varianten mit einer Dreier- oder Viererkette als möglich. Beim Personal muss Schwarz Kapitän Stefan Bell ersetzen, der wegen einer Gelb-Sperre fehlt. Jean-Philippe Gbamin könnte dafür aus dem Mittelfeld in die letzte Reihe rücken.

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