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0:1 gegen Augsburg : Bielefeld verliert durch ein spätes Gegentor

  • Aktualisiert am

Arminias Sven Schipplock fasst sich an den Kopf. Bild: dpa

Arminia Bielefeld verpasst einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenverbleib. Gegen den FC Augsburg verliert der Aufsteiger durch ein spätes Tor und bleibt damit weiter auf dem Relegationsrang.

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          Armina Bielefeld hat den erhofften Dreier im Kampf um den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga verpasst. Nach dem 0:1 (0:0) gegen den FC Augsburg am Mittwochabend verbleibt der Aufsteiger auf dem Relegationsplatz 16. Trotz einer engagierten Leistung setzte die Ostwestfalen ihre Talfahrt mit zuletzt nur einem Erfolg aus zehn Spielen fort. Dagegen ging für die Gäste dank des späten Treffers von Jeffrey Gouweleeuw (84. Minute) in der leeren Schüco Arena eine Serie von fünf sieglosen Spielen zu Ende. Damit vergrößerte sich der Abstand zur Abstiegszone auf beruhigende neun Punkte.

          Bundesliga

          „Wir waren die bessere Mannschaft, aber hatten wenige klare Tormöglichkeiten. Es zeichnet die Mannschaft aus, dass wir bis zum Ende daran geglaubt haben“, sagte Augsburgs Sport-Geschäftsführer Stefan Reuter bei Sky: „Das sind die Spiele, die du gewinnen musst, um dich abzusetzen.“

          Wie ein Spiel von zwei verunsicherten und zuletzt erfolglosen Mannschaften begann das erste Bundesliga-Duell der beider Kontrahenten jedoch nicht. Sowohl die durch den Ausfall von insgesamt acht Profis personell geschwächten Bielefelder als auch die Augsburger gingen die Partie mit hohem Tempo an. So entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit leichten Vorteilen für die Armina.

          Weil beide Teams aber sehr engagiert verteidigten, gab es lange keine klaren Torchancen. So wurde ein Schuss des Augsburgers Marco Richter (2. Minute) aus kurzer Distanz in letzter Sekunde geblockt. Auf der Gegenseite erging es Bielefelds Sven Schipplock in der 25. Minute ähnlich, dessen Schuss von Geburtstagskind Reece Oxford in höchster Not entschärft wurde.

          Die Vorstellung beider Teams entsprach den Erwartungen. Schließlich sind die Augsburger und Bielefelder zwar als die bisher laufstärksten, aber nicht abschlussstärksten Teams der Liga bekannt. Das war vor allen bei den Ostwestfalen erkennbar, die in der Schlussphase der ersten Hälfte bei gleich mehreren vielversprechenden Angriffen den letzten Pass oder den Abschluss verpatzten. Dem Tor am nächsten aber kam der Augsburger Richter (43.), dessen abgefälschter Schuss aus 20 Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei ging.

          Auch in der zweiten Halbzeit boten beide Teams ein hohes Laufpensum – bei weiterhin nur wenig Torraumszenen auf beiden Seiten. Zwar bemühte sich die Armina mehr um einen Treffer als die Augsburger, wurden aber nicht belohnt. Nur bei einem missglückten Versuch von Marcel Hartel (67.) nach Zuspiel des glücklosen Mittelstürmers Fabian Klos war immerhin Torgefahr erkennbar.

          Die Entscheidung fiel in der 85. Minute zugunsten der Gäste, die zum achten Mal in der Schlussviertelstunde trafen. Auf Zuspiel von Daniel Caligiuri traf Innenverteidiger Gouweleeuw aus zwölf Metern zum Siegtreffer. „Es war eine bittere Niederlage, die sicher auch nicht verdient war. Dafür haben wir zu viel investiert. Wir haben uns in alles reingeworfen und hatten vor dem 0:1 eine ähnlich gute Chance durch Fabian Klos. Wir müssen zusehen, dass wir uns jetzt ganz schnell regenerieren“, fasste Arminia-Trainer Uwe Neuhaus den enttäuschenden Abend zusammen.

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