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Bielefeld gegen Union Berlin : Nach dem Schock die große Leere

  • Aktualisiert am

Gezeichnet: Union-Verteidiger Julian Ryerson Bild: dpa

Kurz nach Anpfiff stoßen Union-Torhüter Andreas Luthe und sein Verteidiger Julian Ryerson heftig zusammen. Das lange behäbige Spiel gewinnt dann weder Bielefeld noch Berlin.

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          Frank Kramer klatschte nach seinem soliden Trainerdebüt bei Arminia Bielefeld zufrieden mit seinen Spielern ab. Nach der von vielen Fans kritisierten Trennung von Aufstiegscoach Uwe Neuhaus kamen die an diesem Sonntag in der Defensive starken Ostwestfalen gegen den 1. FC Union Berlin zu einem 0:0. Die Arminia, die seit sechs Spielen auf einen Sieg wartet, verdrängte den FSV Mainz 05 dadurch wieder vom Relegationsplatz. Union blieb zum vierten Mal in Serie ungeschlagen und ist weiter Siebter der Fußball-Bundesliga.

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          „Wir haben einen neuen Trainer, ich habe die Woche Gas gegeben“, sagte der in den Bielefelder Kader gerückte Arne Maier bei Sky. „Ich habe einen sehr, sehr guten Eindruck. Er sagt uns ganz klar, was er möchte, wie wir spielen sollen.“ Auf der Partie „kann man aufbauen“, ergänzte der Mittelfeldspieler. „Ein 0:0 gegen Union ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

          In der ersten, von Verletzungsunterbrechungen geprägten Halbzeit war nicht zu sehen, welches der beiden Teams um den Klassenverbleib bangen muss. Die Berliner versuchten immer wieder, mit Kombinationen über den rechten Flügel vor das Tor von Bielefeld-Keeper Stefan Ortega zu kommen. Doch die Gäste brachten im ersten Durchgang keinen Schuss aufs Tor und die zuletzt so anfällige Bielefelder Defensive kaum in Verlegenheit.

          Die erste gute Torchance hatte Arminias Angreifer Sergio Cordova, dessen Flachschuss Berlins Torwart Andreas Luthe jedoch mit dem Fuß abwehren konnte (13.). Einen heftigen Zusammenstoß zehn Minuten zuvor mit Union-Verteidiger Julian Ryerson hatte Luthe offensichtlich verkraftet. Die beiden Profis hatten minutenlang am Boden gelegen und mussten behandelt werden. Sergio Córdova musste nach einem weiteren Zusammenstoß mit Schmerzen am Oberkiefer früh vom Platz, Kramer brachte Andreas Voglsammer (29.).

          Der neue Coach, der keine grundlegenden Änderungen in der Startelf vorgenommen hatte, ging fast pausenlos an der Seitenlinie auf und ab, trieb sein Team an und fieberte mit. „Raus!“, rief er nach Ballgewinnen seinen Verteidigern immer wieder zu. In der zweiten Halbzeit sah Kramer, wie Ortega den Kopfball von Marius Bülter sicher hielt (51.).

          Die favorisierten Gäste bauten zunehmend Druck auf, taten sich in der Offensive aber weiter schwer – wie zuletzt oft. In den vergangenen acht Spielen hatte der Klub aus der Hauptstadt nur fünf Tore erzielt. So viele Treffer hatte die Mannschaft von Trainer Urs Fischer in der Hinrunde alleine in der Partie gegen Bielefeld geschafft (5:0). Der eingewechselte Keita Endo verpasste kurz vor Schluss die Führung (82.).

          Bielefeld verpasste es, die aktuelle Offensivschwäche der Berliner zu nutzen. Auch die Ostwestfalen blieben im zweiten Durchgang zu harmlos. Im Nachholspiel am kommenden Mittwoch gegen Werder Bremen haben sie nun in einem weiteren Heimspiel die Gelegenheit, wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu sammeln.

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