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Bayern-Spieler Robben : „Vielleicht höre ich ganz auf“

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Gehts es für Arjen Robben nach dieser Saison noch in einem anderen Klub als dem FC Bayern weiter? Bild: dpa

Am Saisonende ist Schluss für Arjen Robben beim FC Bayern. Wie geht es dann für den Niederländer weiter? In einem Interview spricht der Offensivspieler über seine Gedanken.

          Fußball-Profi Arjen Robben vom Rekordmeister FC Bayern München wird seine Karriere möglicherweise schon nach dieser Saison beenden. Es sei noch nicht „100-prozentig klar“, ob er weiter Fußball spielen wolle, sagte der 34-Jährige im „Kicker“-Interview und stellte fest: „Vielleicht höre ich ganz auf.“

          Robben hatte am Sonntag vor einer Woche das Ende seiner Zeit beim FC Bayern verkündet. „So etwas ist natürlich ein großer Schritt. Das entscheidest du nicht an einem Tag, einfach mal so“, sagte Robben. „Ich habe viel und gut darüber nachgedacht. Ich bin jetzt aber sehr glücklich, dass ich diese Entscheidung getroffen und sie mitgeteilt habe. Dass es jetzt so feststeht, fühlt sich gut an, gerade gegenüber den Fans und dem Verein. Es war der richtige Zeitpunkt.“ Robben spielt seit 2009 bei den Münchnern. Robben findet es „logisch“, dass der Rekordmeister nun den Umbau der Mannschaft vorantreibt und die Zukunft in den Blick nimmt. „Natürlich hätte ich auch sagen können, ich warte noch mal ab. Aber es ist gut so. Es gibt kaum etwas Schöneres, als so abtreten zu könne, wie ich das tue“, sagte er.

          Nun wartet der Niederländer auf das optimale Angebot. „Die Lage ist für mich so: Wir schauen und warten, was es an Möglichkeiten gibt.“ Jeder wisse, dass er bei Bayern aufhöre. „Wenn ein Angebot vorbeikommt, von dem ich wirklich zu 100 Prozent überzeugt bin und sage, das ist noch mal was Schönes, das will ich machen, dann spiele ich weiter. Wenn das ideale Angebot nicht kommt, dann kann auch Schluss sein.“ Eine Rückkehr zu seinem Heimatklub FC Groningen kommt für Robben infrage, ist aber keineswegs sicher. „Ich habe schon früher gesagt, dass ich nichts versprechen kann. Wenn du was versprichst, musst du das auch halten“, sagte er. Der Kontakt sei immer da, das werde so bleiben: „Aber ich kann im Moment über das kommende Jahr überhaupt nichts sagen. Alles ist offen.“


          Die Laune in München ist nach der Schwächephase in den vergangenen Monaten in der Bundesliga inzwischen wieder bestens. „Die weihnachtliche Stimmung könnte nicht schöner sein als sie ist“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der heiteren Weihnachtsparty des FC Bayern in der Nobel-Location Palais Lenbach am Stachus, „die Mannschaft hat alles getan, dass wir eine wunderbare Feier haben.“ Dass beim Rekordmeister nach dem 3:0 im 190. bayerisch-fränkischen Derby gegen Nürnberg trotzdem wenig auf eine vorzeitige Bescherung hindeutete, lag an Borussia Dortmund. „Wir haben das Spiel gewonnen und können ein bisschen entspannen“, sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der von einer gewissen „Aufbruchstimmung“ sprach. Der BVB aber, musste er einigermaßen konsterniert zugeben, „marschiert. Es sieht gut aus, wie sie spielen. Kompliment, wie die das machen!“

          Dortmund, sagte Trainer Niko Kovac, „macht im Moment keine Fehler“. Und deshalb ist die Lage nun so, wie Thomas Müller sie zusammenfasste: „Es hat sich nicht geändert.“ Noch immer hat der Titelverteidiger neun Punkte Rückstand auf den souveränen  Tabellenführer. Das Imperium fühlt sich neuerdings jedoch wieder bereit, zurückzuschlagen. „Wir haben jetzt noch zwei Wochen, idealerweise gewinnen wir alle vier Spiele, dann haben wir schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Und dann schauen wir, was  nächstes Jahr noch alles möglich ist“, sagte Rummenigge. Kapitän Manuel Neuer betonte in seiner kurzen Ansprache: „Wir freuen uns auf die Rückrunde und darauf, dass wir wieder angreifen können.“ Ein letztes Mal auch mit Arjen Robben.

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