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Robben und Ribéry : Das Ende einer großen Bayern-Ära

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Zwei, die die Bundesliga und die Bayern über Jahre prägten: Franck Ribéry (links) und Arjen Robben. Bild: Reuters

Manche verspotten sie schon als „Rentnerband“. Doch Arjen Robben und Franck Ribéry glänzen auch im Alter noch in München. Nun geht ihre Zeit zu Ende. Und die Nachfolger stehen schon parat.

          Das Ende einer großen Ära ist beschlossene Sache. Champions-League-Triumph, reihenweise Meisterschaften und Pokalsiege - Franck Ribéry und Arjen Robben haben eine der erfolgreichsten Epochen beim FC Bayern München geprägt. „Das Duo Robbéry bekommt ein eigenes glorreiches Kapitel im großen Geschichtsbuch des FC Bayern. Franck und Arjen sind Legenden“, würdigte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die Verdienste der zwei Altstars.

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          Präsident Uli Hoeneß verkündete am Sonntag bei einem Fanclub-Besuch in Oberfranken, dass Ribéry (35 Jahre) und Arjen Robben (34) „sehr wahrscheinlich ihr letztes Jahr“ bei den Münchnern absolvieren. Ribéry hielt sich bei seiner Stippvisite nach Höslwang zurück. Robben verriet bei seinem Besuch in Rottach-Egern eigene Pläne. „Der Verein geht weiter, ich gehe auch weiter und höre vielleicht noch nicht ganz auf. Ich glaube, dass es zumindest das Ende einer sehr schönen und langen Periode ist“, sagte der Niederländer. Ribéry würde gern nach der Karriere bei den Münchnern bleiben. Bei Robben gilt eine Rückkehr in die Niederlande und ein Engagement bei seinem früheren Klub PSV Eindhoven oder Jugendklub FC Groningen als wahrscheinlich.

          Seit 2007 wirbelt Ribéry auf dem linken Flügel. 30 Millionen Euro bezahlten die Bayern damals an Olympique Marseille. Den ehemaligen Real- und Chelsea-Spieler Robben ließen sich die Münchner rund 24 Millionen Euro kosten. Tricks, Tore und Titel sind seitdem garantiert. Höhepunkt der beiden Offensivspieler, die nach einem Kabinenkrach 2012 immer mehr zusammenfanden, war der Champions-League-Triumph 2013.

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          In über 700 Spielen hätten die beiden 261 Tore erzielt und 281 Vorlagen gegeben, rechnete Rummenigge vor. „Unser Verein ist längst ihr Verein geworden.“ Der Vorstandschef verteidigte das Festhalten an der angeblichen Münchner „Rentnerband“ und wertete die jüngste Kritik an den beiden als „oft genug ungehörig und manchmal schäbig“. Umso mehr freuten die Bosse die Tore der beiden beim 5:1 gegen Benfica Lissabon. „Sie haben gezeigt, dass mit ihnen auch in dieser Saison noch zu rechnen ist“, sagte Rummenigge. Auch Hoeneß forderte Respekt ein: „Sie haben gegen Lissabon gezeigt, dass sie auch auf internationaler Ebene in der Lage sind, den FC Bayern absolut zu verstärken.“


          Das Gesicht der zukünftigen Bayern-Mannschaft werden aber andere prägen, die das zum Teil auch schon seit Jahren tun. Rummenigge zählte Neuer (32), Lewandowski (30), Süle (23), Thiago (27), James (27), Goretzka (23), Gnabry (23), Tolisso (24), Alaba (26), Coman (22), Kimmich (23), Sanches (21) und Winterzugang Alphonso Davies (18) aus Kanada auf. „Wir hätten vermutlich ein paar Punkte mehr und damit ein paar Diskussionen weniger, wenn sich Kingsley Coman, unser größtes Talent, nicht am ersten Spieltag verletzt hätte“, mutmaßte Rummenigge. Coman feierte am Samstag beim 2:1 gegen Bremen das lang ersehnte Comeback. U-21-Europameister Serge Gnabry ragte als zweifacher Torschütze heraus. „Eine Waffe“ im Spiel sah Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Der Weg in die Zeit ohne „Rib & Rob“ ist geebnet.

          „Uli und ich haben regelmäßig Umbrüche erlebt“, sagte Rummenigge. Der Vorstandschef erinnerte an das Ende der 1970er Jahre und den Umbau nach Beckenbauer und Müller sowie an das Jahr 2007, als die Münchner sogar eine Saison im Uefa-Cup spielten. „Sie können uns vertrauen, dass wir das auch diesmal hinbekommen.“

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