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Früherer Trainer : Ancelotti tritt gegen den FC Bayern nach

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Bayern-Beobachter aus der Ferne: Carlo Ancelotti kritisiert seinen früheren Klub. Bild: EPA

Kritik aus Neapel: Carlo Ancelotti plaudert aus, dass ihm bei Bayern München nie Vertrauen entgegengebracht worden sei. Aus der Ferne attestiert er dem Klub nun noch immer die selben Probleme.

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          Der ehemalige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti hat sich über mangelnde Unterstützung bei seinem ehemaligen Verein beklagt. In München habe er „das Vertrauen von vier, fünf Spielern gehabt“, sagte der jetzige Trainer des SSC Neapel am Vorabend des Champions-League-Spiels gegen Paris Saint-Germain am Mittwoch (21.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Champions League und bei DAZN).

          „Ich komme hier an und fühle nicht nur das Vertrauen der Mannschaft sondern der ganzen Umgebung. Meine Stimmung hat sich komplett geändert.“ Der FC Bayern habe immer noch die gleichen Probleme wie vor einem Jahr, „wie ich höre“. Ancelotti folgte Pep Guardiola beim FC Bayern, 2017 wurde er nach einer Champions-League-Niederlage gegen Paris Saint-Germain entlassen. Seit 2018 trainiert der Italiener Neapel. Der Klub steht in der Serie A derzeit auf Platz zwei.

          Edmund Stoiber (77) hat die Bosse des FC Bayern derweil für deren Aufsehen erregende Pressekonferenz verteidigt. Der frühere bayerische Ministerpräsident und aktuelle Aufsichtsrat des deutschen Fußball-Rekordmeisters sagte der „Bild“-Zeitung: „Rummenigge, Hoeneß und Salihamidzic haben eine Reihe von Kritiken und Anwürfen auf den Verein, die Mannschaft und den Trainer als unfair und verletzend empfunden. Es ist ihr gutes Recht, sich dagegen zu verteidigen.“ Die drei Verantwortlichen hatten sich am vergangenen Freitag über angeblich teils hämische und polemische Berichterstattung beschwert.

          Die emotionale Pressekonferenz war ein großes Thema am Wochenende, viele sahen den Auftritt der drei kritisch. „Dass das unterschiedlich bewertet wird, war bei der Pluralität der Meinungen und Sympathien zu erwarten“, sagte Stoiber und ergänzte: „Manche Reaktionen sind mir zu aufgeregt. Damit ist aus meiner Sicht alles gesagt.“


          Karl-Heinz Rummenigge führt sich unterdessen eine der schlimmsten Niederlagen seiner Münchner Bayern immer wieder vor Augen – und das im wahrsten Wortsinn. „Jedes Jahr im Sommer schaue ich mir in meinem Ferienhaus die Niederlage des FC Bayern im „Finale dahoam“ 2012 an – und jedes Mal entdecke ich neue Aspekte“, sagte der 63 Jahre alte Vorstandschef des deutschen Fußball-Rekordmeisters dem Magazin „11 Freunde“ (Donnerstag). Die Bayern hatten das Champions-League-Finale 2012 daheim im Elfmeterschießen gegen den FC Chelsea verloren.  „Niederlagen sind zwar bitter, aber sie bringen einen Fußballer zurück auf den Boden – und sie gehören zu diesem Spiel dazu“, sagte Rummenigge in dem Doppel-Interview mit dem ehemaligen französischen Weltstar, Europameister und Uefa-Präsidenten Michel Platini.

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