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Alexander Hack : Zurück im Zentrum von Mainz 05

  • -Aktualisiert am

Voller Einsatz: Alexander Hack will Leroy Sané stoppen. Bild: Thorsten Wagner / Witters / POOL / via firosportphoto

Erst Stammkraft, dann Ergänzungsspieler: Der Mainzer Alexander Hack wird wieder wichtig. Im Kampf um den Klassenverbleib in der Bundesliga will er das auch beim schweren Spiel in Frankfurt zeigen.

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          Sofern Bo Svensson, der Trainer des FSV Mainz 05, an diesem Sonntag (15.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Bundesliga und bei Sky) im Spiel bei Eintracht Frankfurt nicht von seiner bevorzugten Grundformation mit einer defensiven Dreierkette abweicht, wird Alexander Hack in deren Zentrum spielen. Es wäre der 20. Saisoneinsatz des Innenverteidigers – dass es in der Rückrunde erst sein zweiter von Beginn an wird, hätte Anfang des Jahres wohl niemand für möglich gehalten.

          Bundesliga

          Unter Jan-Moritz Lichte stand Hack vom achten Spieltag an durchweg in der Startelf, und daran änderte sich auch in den ersten drei Partien nach Svenssons Amtsantritt nichts. Seit dem ersten Rückrundenspieltag jedoch muss der 27-Jährige mit der Rolle des Ergänzungsspielers vorliebnehmen, die ihm lediglich fünf Kurzeinsätze, einen über eine knappe Stunde und einen über die volle Spielzeit, einbrachte. Das hängt vor allem mit der bemerkenswerten Entwicklung Stefan Bells zusammen.

          Svensson holte den ehemaligen Kapitän nach anderthalbjähriger Pause, die dieser nach seiner schweren Verletzung fast ausschließlich auf der Tribüne verbracht hatte, zurück aufs Feld – und Bell bedankte sich mit überzeugenden Leistungen. Da an seinen Nebenleuten Moussa Niakhaté und Jeremiah St. Juste kein Weg vorbeiführte, hatte Hack das Nachsehen – und das in einer Saison, in der er es endlich geschafft zu haben schien, vom Wackelkandidaten zur Stammkraft zu werden, die er aufgrund seiner Qualitäten längst hätte sein müssen.

          Probleme mit dem Druck

          Hack, 2014 aus Unterhaching zur U 23 an den Bruchweg gekommen und ein Jahr später zu den Profis aufgerückt, ist im Prinzip ein kompletter Innenverteidiger, ein Linksfuß zudem. Er ist stark im Spielaufbau und mit dem Kopf, aggressiv und clever im Zweikampfverhalten und verfügt über eine gute Antizipationsfähigkeit. Was ihm in den vergangenen Jahren abging, war die Konstanz, mehr als zwei sehr gute bis überragende Spiele hintereinander zu machen. In früheren Spielzeiten habe er es wegen einiger Verletzungen nicht geschafft, sich auf hohem Niveau zu stabilisieren, sagt er: „Und dann setzt man sich irgendwann dem persönlichen Druck aus, spielen zu wollen und zu müssen.“

          Mit diesem Druck kam er lange Zeit nicht klar. Als er das Manko überwunden hatte und es keinen Grund zu geben schien, warum er seinen Stammplatz verlieren sollte, kam Bells überraschendes Comeback dazwischen. Doch in den Partien, in denen er nicht zum Einsatz kam, „haben die Jungs es super gemacht“, lobte er die Kollegen dieser Tage auf der Vereinsseite, betonte aber auch: „Mein Anspruch ist es, zu spielen.“

          Am Sonntag, wenn die Mainzer mit einem Sieg im Waldstadion den Klassenverbleib klarmachen wollen, wird das der Fall sein, weil Stefan Bell gelbgesperrt aussetzen muss. Im Nachholspiel gegen Hertha BSC war Hack schon in der ersten Halbzeit für den gelb-rot-gefährdeten Kollegen gekommen. Hack spielte einen souveränen Part, so wie eine Woche zuvor beim 2:1 gegen den FC Bayern, seinem ersten Startelf-Einsatz in der Rückrunde, bis in die vierte Minute der Nachspielzeit – dann ermöglichte er mit einem halben Eigentor Robert Lewandowskis Anschlusstreffer.

          Das Problem seiner Rückgabe auf Robin Zentner mit dem Hinterkopf waren die rund 16 Meter, die zwischen ihm und dem Schlussmann lagen; offenbar hatte Hack sich mit der Entfernung etwas verschätzt. Für den Fauxpas habe er sich hinterher einige Sprüche der Mitspieler anhören müssen. „Nach dem zehnten war es nicht mehr lustig, aber da kommt man nicht drum herum.“

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