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Abschied von HSV-Hymne : „Hamburg, meine Perle“ ist Geschichte

  • Aktualisiert am

Lotto King Karl spielt auf einem Kran die HSV-Hymne. Bild: dpa

Erst wurde der Abschied von der langjährigen Stadionuhr beschlossen – und nun muss auch noch die altbekannte Lotto King Karl-Hymne scheiden. Der HSV verabschiedet sich mit einer aufrichtigen Begründung von alten Traditionen.

          Der Hamburger SV bricht mit seinen Traditionen. In der neuen Saison der 2. Fußball-Bundesliga wird die HSV-Hymne „Hamburg, meine Perle“ nicht mehr erklingen. „Wir sind zum Schluss gekommen, dass das Lied, das uns viele Jahre begleitet hat, in der aktuellen Situation überhaupt nicht mehr zum HSV und zu unserer Haltung passt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann am Donnerstag.

          Bislang wurde das Lied vor jedem Heimspiel von Lotto King Karl gesungen. „Wir wissen um Lotto King Karls außerordentliche Verdienste für den HSV, und ich bedanke mich herzlich für Lottos Auftritte bei unseren Heimspielen“, sagte Hoffmann. Künftig wird es keine wiederkehrenden Liveauftritte geben.

          An der Hymne hatte der einflussreiche „Supporters Club“ zuletzt Kritik geübt. Auch die Fanvereinigung hält den Text für überholt: „Wollen wir mal ehrlich sein? Bremen hat uns über Jahre abgehängt, hat uns am Ende immer geschlagen, wenn es darauf ankam und wir singen: ... gibt's für dich hier nix zu holen“, hieß es in einem Beitrag bei Facebook.

          In den nächsten Tagen wird auch die Stadionuhr abgebaut. Diese hatte bis zum Abstieg der Hamburger 2018 die Dauer der Bundesliga-Zugehörigkeit angezeigt, danach die Zeitspanne der Vereinsexistenz des 1887 gegründeten Klubs. „Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem wir inhaltlich und personell eine Veränderung möchten“, sagte Hoffmann. Auch die Stadionshow soll überarbeitet werden.

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