https://www.faz.net/-gtm-vale

8:1 gegen Bielefeld : Bremen feiert höchsten Sieg seit 24 Jahren

  • Aktualisiert am

Ein Sieg für das Bremer Selbstvertrauen: Almeida (l.) und Rosenberg Bild: AP

Dank eines beeindruckenden Kantersieges hält Werder Bremen wieder Kontakt zur Spitzengruppe. Die Hanseaten bezwangen Arminia Bielefeld mit 8:1. „Wir haben uns abschlachten lassen“, sagte der deprimierte Arminia-Trainer Middendorp.

          2 Min.

          Mit dem höchsten Heimsieg seit 24 Jahren hat sich Werder Bremen für das Champions-League-Duell gegen Olympiakos Piräus eingeschossen. Die Bremer fertigten die im Weserstadion noch immer sieglose Bielefelder Arminia am Samstag mühelos mit 8:1 (4:1) ab und holten damit in acht Tagen sieben Punkte in der Fußball-Bundesliga.

          Bei der Tor-Gala vor 40.120 begeisterten Zuschauern trafen Peter Niemeyer (17.), Hugo Almeida (35./88.), Boubacar Sanogo (41./44.), Per Mertesacker (59.), Markus Rosenberg (66.) und Diego (85.). Die völlig überforderten Bielefelder, für die Artur Wichniarek (37.) traf, blieben zum dritten Mal in Folge ohne Zähler und rutschten weiter ab in Richtung Tabellenkeller. Das letzte 8:1 der Bremer hatte es am 26. November 1983 gegen Kickers Offenbach gegeben.

          „Mein schwärzester Tag in der Bundesliga“

          „Wir haben uns abschlachten lassen“, sagte der deprimierte Arminia-Trainer Ernst Middendorp. „Die Mannschaft war bereit, sich das Desaster anzutun. Das war mein schwärzester Tag in der Bundesliga.“ Hoch zufrieden war verständlicherweise sein Bremer Kollege, wenngleich sich Thomas Schaaf zurückhaltend gab: „Ich hoffe, dass es jetzt bei dieser Richtung bleibt.“

          Auch bei Diegos Freistoßtor bleiben die Bielefelder nur Zuschauer

          Den Bremern war der Ausfall von noch zehn verletzten, kranken oder gesperrten Spielern überhaupt nicht anzumerken. Vor allem das Mittelfeld, wo weiterhin die Nationalspieler Torsten Frings, Tim Borowski und Frank Baumann sowie der brasilianische Millionen-Einkauf Carlos Alberto ersetzt werden müssen, zeigte nach verhaltenem Beginn eine druckvolle Vorstellung. Diego und der bis zu seiner Verletzung starke Niemeyer trieben ihre Mitspieler zu einer beeindruckenden Darbietung gegen die überforderten Arminen an.

          Diego mit Glanzvorstellung

          Auf den Außenpositionen der Abwehr, wo Pierre Womé fehlte und Clemens Fritz nach wochenlanger Pause zunächst auf der Bank saß, ehe er für Niemeyer einspringen musste, boten die Ersatzmänner Petri Pasanen und Dusko Tosic solide Auftritte. Stark war aber vor allem Sanogo: Nach der Führung durch Niemeyers Schuss aus knapp 20 Metern glänzte der Stürmer zunächst als Vorbereiter, erkämpfte sich den Ball und flankte genau auf den Kopf von Torschütze Almeida. Dann sorgte er jeweils nach Diego-Vorlagen mit zwei Kopfbällen für die sichere Pausenführung und seine Saisontore vier und fünf, ehe er für das Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen Piräus geschont wurde.

          Doch auch ohne Sanogo ging der Torreigen weiter. Zunächst beschenkte sich Geburtstagskind Mertesacker selbst mit einem Kopfballtor, ehe der eingewechselte Rosenberg sich den Frust über seinen schwachen Saisonstart mit einem Gewaltschuss aus knapp 20 Metern vom Leibe schoss und Diego einen direkten Freistoß verwandelte. Den Schlusspunkt setzte Almeida per Abstauber.

          Die Bielefelder zeigten im Weserstadion eine desolate Vorstellung - besonders in der Defensive. Bereits vor dem Wechsel kam Schuler für Rau, doch die Abwehr blieb ein Torso und konnte den Bremer Offensiv-Schwung nicht stoppen. Vielmehr hatten die Bielefelder noch Glück, dass Rüdiger Kauf gegen Mertesacker (22.) und Sanogo (28.) zwei Mal auf der Linie rettete.

          Weitere Themen

          „Der Junge macht mich wahnsinnig“

          Box-Champion Bösel : „Der Junge macht mich wahnsinnig“

          Dominic Bösel geht mit einem hochriskanten Plan in seinen Kampf – und hat Erfolg. Am Ende gelingt ihm ein spektakulärer K.o.-Sieg. Die Taktik findet selbst sein großes Idol Henry Maske „beängstigend“.

          Emotionaler Abschied von Uli Hoeneß Video-Seite öffnen

          „Ich habe fertig“ : Emotionaler Abschied von Uli Hoeneß

          Seit 1970 war Hoeneß als Spieler, Manager oder Präsident beim FC Bayern tätig und wurde in dieser Zeit zu einer polarisierenden Persönlichkeit des deutschen und internationalen Fußballs. Am Freitag war es für den Weltmeister von 1974 an der Zeit, zu gehen.

          Topmeldungen

          Raffinerie von Aramco.

          Börsengang : Aramco will bis zu 22 Milliarden Euro erlösen

          Der Konzern gibt Details zum größten Börsengang des Jahres bekannt: In Riad erhofft man sich Erlöse von 22 Milliarden Euro. Privatanleger können die Aktien ab sofort zeichnen. Die Preisspanne für eine Aktie soll bei knapp 7,50 Euro liegen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.