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8:1 gegen Augsburg : Ein Fast-Absteiger stürmt nach Europa

  • -Aktualisiert am

Mann des Tages und der Saison: Wolfsburgs Wout Weghorst (l.) Bild: dpa

Furioses Finale: Weghorst erzielt drei Tore beim Wolfsburger 8:1 gegen Augsburg. Labbadia führt den VfL auf Platz sechs und verabschiedet sich.

          Aus der Krönung einer starken Saison war ein munteres Scheibenschießen geworden. Wout Weghorst (3), Robin Knoche, Daniel Ginczek, Elvis Rexhbecaj und Josip Brekalo trafen am Fließband für den VfL Wolfsburg – und sorgten dafür, dass neben dem regelmäßigen Torjubel auch fleißig gerechnet werden musste.

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          Fast hätten die Niedersachsen am letzten Bundesliga-Spieltag neben Eintracht Frankfurt auch noch Borussia Mönchengladbach in der Tabelle überholt. In jedem Fall reichte der imposante 8:1-Heimsieg gegen den FC Augsburg für den direkten Einzug in die Europa League. Vom Fastabsteiger in 2018 zu einem Team mit internationalen Dienstreisen in 2019: Das Wolfsburger Abschneiden ist eine Erfolgsgeschichte mit Ausrufezeichen.

          Zu den besten Kronzeugen dafür, dass der VfL Wolfsburg an Qualität und Mentalität gewonnen hat, zählt weiterhin dieser etwas andere Stürmer. Niemand konnte den unermüdlichen Niederländer Weghorst einholen, als er den ersten Wolfsburger Treffer erzielt hatte. Der Mann mit der Trikotnummer 9 rannte jubelnd davon und ließ sich nicht aufhalten. Und jedem der 24.486 Zuschauer im Stadion war klar, warum dieser Profi ein Vorbild in jeglicher Hinsicht ist. Seine 17 Tore in dieser Saison waren ein Garant für sportlichen Erfolg. Seine positive Art, den VfL Wolfsburg zu repräsentieren, ist mindestens genauso wertvoll für den Verein.

          Die mit so manchem Reservisten besetzte Mannschaft des FC Augsburg hatte allergrößte Mühe, Weghorst in seinem Tatendrang zu stoppen. Es war eine insgesamt einseitige Begegnung, die der VfL Wolfsburg mühelos gewann. Julian Schieber gelang der Ehrentreffer für Augsburg, Kevin Danso ein Eigentor.

          Der Saisonkehraus in Wolfsburg war von schönen Toren und emotionalen Szenen geprägt. Mit Bruno Labbadia trat beim VfL ein Cheftrainer ab, der im Vorjahr für das schadlose Überstehen der Relegationsspiele gefeiert wurde, nun aber nicht mehr weiterbeschäftigt wird. Zu seinem Abschied gab es viel Applaus und so manche herzliche Umarmung. Angesichts einer erstaunlich erfolgreichen Saison mutet Labbadias Demission merkwürdig an. Aber die Wolfsburger möchten mit dem Österreicher Oliver Glasner gerne den nächsten Schritt nach vorne schaffen.

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