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6:2 gegen Köln : Der nächste Hamburger Sechserpack

  • -Aktualisiert am

Daumen hoch: van Nistelrooy mit Sturmkollege Petric Bild: REUTERS

0:6 in München, 6:2 gegen Köln: Der Hamburger SV findet gegen die Rheinländer die richtige Antwort auf das Debakel bei den Bayern. Beim Kantersieg trifft Stürmer Petric gleich dreimal, Cheftrainer Oenning ist begeistert.

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          Einige Male schien Michael Oenning richtig begeistert zu sein von seiner Mannschaft. Er ging ein, zwei Schritte Richtung Spielfeld und applaudierte. Das, was der neue Trainer des Hamburger SV sah, animierte nicht nur ihn zum Beifall. Auch die Hamburger Fans waren nur eine Woche nach dem 0:6 in München versöhnt: Oennings erster Einsatz als Chefcoach endete gegen einen überforderten 1. FC Köln mit 6:2.

          Dass sich die Mannschaft nach den chaotischen letzten Wochen mit ständigem Trubel in der Vereinsführung und der Trennung von Trainer Veh und Vorstand Hoffmann zu einer solchen Leistung aufschwingen würde, kam doch ziemlich überraschend. Tempo, Bewegung, Direktspiel und feine Kombinationen - alles war dabei. „Wir wussten, dass wir nur eine Chance haben, Sympathien zurückzugewinnen, wenn wir mutig nach vorne spielen“, sagte Oenning.

          Überragend spielte Mladen Petric. Zuletzt hatte sich der Stürmer mit 2012 auslaufendem Vertrag zögerlich geäußert, was seine Zukunft beim HSV betrifft. Am Samstag warb Petric durch seine drei Treffer für sich und zeigte einmal mehr seinen Wert für den HSV. In der 12. Minute war er nach Ben-Hatiras Schuss in Torjägermanier zur Stelle und schoss sein Team in Führung. Ben-Hatira selbst gelang mit einem feinen Heber in der 32. Minute das 2:0. Nach klugem Pass van Nistelrooys erhöhte Petric in der 38. Minute auf 3:0, und in der 43. Minute zeigte Petric, dass er es auch mit dem Kopf kann - Elias Flanke vollendete er zum 4:0; es war Petrics elfter Saisontreffer.

          Bedient: der Kölner Trainer Schaefer
          Bedient: der Kölner Trainer Schaefer : Bild: dapd

          Hamburg mit selten gezeigter Klasse

          Köln war vor allem in der Abwehr verwundbar. Innenverteidiger Pezzoni beispielsweise spielte ganz schwach. Nach der Pause wurde der FC etwas mutiger und kam durch Jajalo zum 4:1, doch schon im Gegenzug war es Kacar, der Köln weiter demütigte: sein Kopfballtor in der 52. Minute markierte das 5:1. Der Hamburger Torhunger war nicht gestillt - einen unberechtigten Foulelfmeter verwandelte Zé Roberto in der 58. Minute zum 6:1, ehe Podolski zum 6:2-Endstand traf.

          Der HSV bleibt aller internen Unruhe zum Trotz im Rennen um die Europa-Liga-Ränge, Köln zeigte wieder sein Auswärtsgesicht, bleibt die schwächste Bundesligamannschaft in der Fremde und rutscht wieder Richtung Abstiegszone. Im Kampf um einen möglichen Verbleib als Cheftrainer setzte Oenning auf eine ganz offensive Variante. Zum ersten Mal in dieser Saison spielte Dennis Diekmeier als rechter Außenverteidiger. Er machte seine Sache sehr gut.

          Und auch vorn war jede Menge Wirbel, weil die beiden Stürmer Petric und van Nistelrooy (nach Wochen auf der Bank) von Elia und Ben-Hatira sehr gut unterstützt wurden. Weil Köln kaum Zweikämpfe gewann und meist einen Schritt zu spät kam, war der HSV sofort in Spiellaune und begeisterte die Fans mit selten gezeigter Klasse. „Wir sind einfach untergegangen. So dürfen wir nicht verlieren“, sagte der Kölner Podolski.

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