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6:0 gegen Bielefeld : Dortmund ballert sich Richtung Europa

1:0 - Dortmund feiert den Torschützen Sebastian Kehl Bild: dpa

Borussia Dortmund bleibt auch im letzten Heimspiel dieser Saison ungeschlagen. Nach dem Kantersieg gegen Arminia Bielefeld können die Dortmunder aus eigener Kraft die Qualifikation für die Europa League sichern.

          Die Chance auf einen Platz im internationalen Fußball schien sie fast eine ganze Halbzeit lang zu blockieren - aber wer wollte nach einem 6:0-Erfolg nachher noch darüber reden? Erstmals seit der Saison 1991/92 ist Borussia Dortmund nach dem Kantersieg über Arminia Bielefeld ohne Heimniederlage in einer kompletten Bundesligasaison geblieben und kann sich nach der Hamburger Heimniederlage gegen Köln für die beeindruckende Rückrunde nun noch mit einem Platz im internationalen Fußball belohnen.

          Für die 80.200 restlos begeisterten Fans stand jedenfalls fest, dass sich ihre Borussia diesen fünften Platz beim letzten Saisonspiel in Mönchengladbach nicht mehr nehmen lassen wird. Bielefeld hat derweil sogar noch Chancen, einen Nichtabstiegsplatz zu erreichen.

          Bielefeld stark, aber 0:1 zur Pause

          Fast 45 Minuten lang hatte es eher nach einer Überraschung durch den Abstiegskandidaten aus Bielefeld ausgesehen. Der spielte zunächst besser, der hatte drei große Torchancen - und der lag zur Pause 0:1 zurück. So richtig verstehen mussten die Fans von Arminia Bielefeld nicht, was da mit ihrer Mannschaft in der ersten Halbzeit in Dortmund geschehen war. Der Abstiegskandidat aus Ostwestfalen hatte sich keineswegs in der eigenen Abwehr verbarrikadiert, sondern mutig nach vorne gespielt. Auch ohne die etatmäßige Innenverteidigung Mijatovic (Sperre) und Bollmann (Knieverletzung) hatte die Arminia die Partie scheinbar im Griff, und vor besondere Probleme wurde die Abwehr um die Ersatzleute Herzig und Kucera nicht gestellt.

          Tor leer, Ball daneben: Katongo vergibt die größte Bielefelder Chance in Dortmund

          Im Gegenteil, die Arminia hätte sogar deutlich führen müssen. Kaum war der Jubel über die eingeblendete Kölner Führung in Hamburg nämlich verhallt, hatte sich für Tesche (9.) nach einem Fehler von Kehl aus vier Metern die große Möglichkeit zum Führungstreffer ergeben. Der Bielefelder brachte den Ball aber nicht am Dortmunder Torwart Weidenfeller vorbei, Katongo köpfte den Abpraller neben das Tor. Weidenfeller stand auch nach 35 Minuten im Blickpunkt, als er den möglichen Rückstand nach einem Kopfball von Kirch vereitelte. Machtlos wäre der Dortmunder Torwart vermutlich kurz danach gewesen, als Tesche nach einem Rückpass von Wichniarek aus acht Metern frei stehend über das Tor schoss. Und so kam es, wie es kommen musste: Kurz vor der Pause war Kehl nach einem Freistoß von Frei mit dem Kopf vor dem bis dahin weitgehend beschäftigungslosen Bielefelder Torwart Eilhoff am Ball und erzielte die unverhoffte 1:0-Führung.

          Wenn diese Halbzeit den Arminen trotzdem irgendwie Hoffnung gemacht hatte, dann war sie nach der Pause schnell dahin. Die Borussia nutzte den ersten Fehler der Bielefelder Abwehr gnadenlos aus, als Hajnal (53.) zum 2:0 traf. Danach begann das Scheibenschießen, das die Zuschauer von Beginn an erwartet hatten. Valdez (70.) und wieder Kehl (72.) erhöhten per Doppelschlag zum 4:0. Danach traf der eingewechselte Tinga (84.) per Kopf zum 5:0, der ebenfalls eingewechselte Zidan (87.) zum 6:0. „Das war nicht zu erwarten“, sagte Borussia-Trainer Jürgen Klopp. „Wir haben in der ersten Halbzeit gut angefangen und uns danach selbst verunsichert. Das 1:0 vor der Pause hat uns natürlich geholfen. Jetzt haben wir das Finale, in dem wir stehen wollten.“

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