https://www.faz.net/-gtm-wgiy

5:1 gegen Schalke : Bremen schießt sich den Frust von der Seele

  • Aktualisiert am

Dreifacher Jubel bei den Bremern über drei wichtige Punkte Bild: dpa

In Barcelona schöpften sie neues Selbstvertrauen, in Bremen erlebten sie ein Debakel: Schalke verlor bei Werder mit 1:5. Die Hanseaten schoben sich durch den Sieg wieder auf Platz zwei vor, die Königsblauen fielen auf Rang drei zurück.

          Schalke stürmte, Werder traf: Den Bremern ist im Kampf um die Champions-League-Plätze ein wichtiger 5:1 (2:1)-Sieg gelungen. Im Spitzenspiel der Fußball-Bundesliga gewannen die Bremer am Samstagnachmittag gegen Schalke 04 unverdient deutlich und zogen durch den Erfolg an den lange besser spielenden Gelsenkirchenern vorbei, die nun zwei Punkte hinter Werder liegen. Am Sonntag reagierte Schalke: Trainer Mirko Slomka wurde mit sofortiger Wirkung entlassen (Siehe auch: Bundesliga: Schalke entlässt Slomka - Büskens und Mulder übernehmen)

          Für die Bremer, die zuletzt im Sommer 2004 gegen Schalke 04 gewonnen hatten, waren Frank Baumann (19.), Boubacar Sanogo (33.), Markus Rosenberg (58.) und Ivan Klasnic (76./89.) erfolgreich. Das Tor für Schalke erzielte vor 42.100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion Kevin Kuranyi (42.). „Es geht wieder aufwärts“, kommentierte Werders Nationalspieler Borowski, doch sein Trainer warnte. „Die erste Halbzeit war nicht gut“, sagte Thomas Schaaf mit Verweis auf den kuriosen Spielverlauf.

          Torwart Wiese hat so viel zu tun wie nie zuvor

          Drei Tage nach dem Aus im Champions-League-Viertelfinale durch das 0:1 in Barcelona zeigten die Schalker fast eine Stunde ein starke Leistung und waren trotz der Zusatzbelastung das lauffreudigere Team. Die Gäste, die auf die verletzten Lewan Kobiaschwili verzichten mussten und überraschend mit Vincente Sanchez im Mittelfeld begannen, agierten offensivstark und setzten Bremen immer wieder unter Druck. Angesichts der zahlreichen Torchancen war allerdings die Effektivität enttäuschend.

          Neuer am Boden, Werder feiert

          Während Werder lange Zeit umständlich agierte, suchten die Gäste fast immer den direkten Weg zum Tor. Bremens Keeper Tim Wiese hatte so viel zu tun wie bei noch keinem anderen Heimspiel dieser Saison. Bei der besten von vielen Schalkern Chancen benötigte Wiese in der 9. Minute allerdings die Hilfe von Clemens Fritz, der dem frei vor dem Tor stehenden Halil Altintop den Ball abnahm. „Wir hatten drei, vier hundertprozentige Chancen“, sagte Fabian Ernst: „Das ist natürlich bitter.“

          Bremen glänzt durch Effektivität vor dem Tor

          Die Bremer spielten eine Woche nach dem Sieg bei Hertha BSC, der nach zuvor nur acht Punkten in neun Spielen neue Hoffnung gegeben hatte, fast eine Stunde mäßig und offenbarten wieder einmal große Probleme in der Defensive. Ohne Daniel Jensen, Hugo Almeida und den ehemaligen Schalker Sebastian Boenisch ließen die Gastgeber den Schalkern zu viel Platz.

          Allerdings erwiesen sich die Bremer als überaus effektiv. Sie nutzten gleich ihre zweite Torchance, als Baumann nach Flanke von Petri Pasanen per Kopf seinen ersten Saisontreffer erzielte.

          Klasnic macht das Werder-Schützenfest perfekt

          Und auch das zweite Werder-Tor war ein Kopfball: Sanogo, der für Klasnic eine Chance in der Startelf erhielt, nutzte eine Flanke von Tim Borowski. Die Schalker zeigten sich zunächst nicht geschockt und wurden kurz vor der Pause belohnt: Der bis dahin blasse Kuranyi nutzte nach einer Ecke des agilen Albert Streit, dass ihn die Bremer nicht eng genug deckten und der ansonsten starke Wiese nicht eingriff.

          Doch der folgende Sturmlauf nutzte nichts, stattdessen trafen auch nach der Pause die Bremer. Rosenberg nutzte, ebenfalls per Kopf, eine Flanke von Borowski zum dritten Werder-Treffer. Und dann traf auch noch der eingewechselte Klasnic zweimal und machte das Schützenfest perfekt.

          Weitere Themen

          Wie gewonnen, so zerronnen

          Ndolo besiegt Weltmeisterin : Wie gewonnen, so zerronnen

          Die deutsche Degenfechterin Alexandra Ndolo sorgt bei der Fecht-WM für eine große Überraschung. Ihr Medaillentraum platzt trotzdem. Säbelfechter Max Hartung bleibt länger auf der Planche.

          Topmeldungen

          Müssen sich auf Reformen einigen: Luigi Di Maio und Matteo Salvini im Februar in Rom

          Italiens Regierung : Salvini droht mit vorgezogenen Wahlen – mal wieder

          Italiens nnenminister steht wegen der Affäre um mögliche Parteispenden aus Russland unter Druck – und bedrängt nun seinen Koalitionspartner. Es sei noch genügend Zeit, das Parlament aufzulösen und nach der Sommerpause neu zu wählen.

          Im Persischen Golf : Iran hält ausländischen Tanker fest

          Laut iranischen Staatsmedien haben die Revolutionsgarden einen Öltanker gestoppt und die Crew verhaftet. Der Tanker soll demnach eine Million Liter Treibstoff in den Persischen Golf geschmuggelt haben.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.