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5:1 gegen Hamburg : Hannover wieder auf Europakurs

  • -Aktualisiert am

Hände hoch, ich hab getroffen: Ya Konan bejubelt seinen Treffer zum 3:1 Bild: dapd

Zwei Tage nach dem Aus in der Europa League überrennt die Elf von Mirko Slomka den Gast aus Hamburg. In einer packenden Partie überschlagen sich die Ereignisse - und Nationaltorhüter René Adler erwischt einen rabenschwarzen Tag.

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          Selbst ein Nationaltorwart erwischt mal einen rabenschwarzen Tag. René Adler spielte bei der deftigen 1:5-Niederlage seines Hamburger SV  in  Hannover am Samstagnachmittag schwach und sah bei vier der fünf Gegentore schlecht aus. Der Hamburger Schlussmann verschuldete das 1:0 der „Roten“, als er bei Husztis Flanke daneben griff und Diouf ins Tor köpfen konnte  (7. Minute).

          Den zweiten Hannoveraner Treffer bereitete Adler mit seinem  ungeschickten Eingreifen gegen Pinto vor - Schiedsrichter Knut Kircher zeigte auf den Elfmeterpunkt, Huszti verwandelte in der 39. Minute sicher. Beim dritten Tor der starken Heimmannschaft durch Ya Konans satten Volleyschuss aus  18 Metern stand Adler in der 45. Minute zu weit vor dem Tor. Und auch bei Ya  Konans zweiten Tor des Tages zum 4:1 in der 68. Minute wirkte Adler unsouverän. Nur Abdellaoues 5:1 kurz vor Schluss konnte er nicht verhindern.

          Konsterniert: René Adler

          Viele Spiele hatte Adler in der Hinrunde quasi im Alleingang für den HSV  entschieden, am Samstag nun spielte er nach seiner einwöchigen Verletzungspause hinter einer wackligen Abwehr ungewohnt unsicher. Seine beste Szene hatte er in der 19. Minute, als gegen Diouf reaktionsschnell  zur Stelle war. Doch in der Gesamtschau blieben seine Fehlgriffe und Stellungsfehler haften, und so nutzte es dem HSV auch wenig, dass er durch einen zweifelhaften Elfmeter - Djourou  soll Aogo gefoult haben - in der 13. Minute zum zwischenzeitlichen Ausgleich kam.

          Danach überschlugen sich die Ereignisse bei dichtem Schneetreiben in einer  packenden Partie. Hannover hatte noch den verletzungsbedingten Ausfall Husztis zu beklagen: der Ungar zog sich bei seinem zehnten Saisontreffer eine Zerrung im Oberschenkel zu. Nach der Pause warf der HSV alles nach vorn und bestimmte gegen müder werdende Hannoveraner die Partie. Einige Male musste Ron-Robert Zieler im Tor in höchster Not eingreifen, so gegen van der Vaart in der 65. Minute. Doch mit Ya  Konans Tor zum 4:1 in der 68. Minute war die Gegenwehr des HSV gebrochen. Hannover kam im ausverkauften Stadion zu einem verdienten Sieg.

          Huszti trifft aus elf Metern - und verletzt sich

          Der Mannschaft merkte man lange Zeit nicht an, dass sie erst am Donnerstagabend in der Europa  League-Zwischenrunde gegen Anschi Machatschkala knapp 100 Minuten angerannt  war. Nach dem Ausscheiden gegen die Russen lässt dieser Sieg die „Roten“ weiter hoffen, sich über die Bundesliga für die nächste Europapokalkampagne zu  qualifizieren. Hamburgs diesbezügliche Ambitionen erhielten einen Dämpfer - alles in allem wirkte nicht nur Adler, sondern die gesamte Defensive um den  schwachen Kapitän Westermann sehr anfällig.

          Hannover 96 - Hamburger SV 5:1 (3:1)

          Hannover 96: Zieler - Chahed, Djourou, Schulz, Pocognoli - Hoffmann, da Silva Pinto - Ya Konan, Huszti (42. Rausch), Diouf (66. Sobiech) - Abdellaoue (87. Schlaudraff)
          Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Westermann, Rajkovic, Jansen - Badelj - Skjelbred (46. Beister), Aogo (75. Jiracek) - van der Vaart (75. Rincón) - Son, Rudnevs
          Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)
          Zuschauer: 49.000 (ausverkauft)
          Tore: 1:0 Diouf (7.), 1:1 van der Vaart (13./Foulelfmeter), 2:1 Huszti (39./Foulelfmeter), 3:1 Ya Konan (45.), 4:1 Ya Konan (68.), 5:1 Abdellaoue (85.)
          Gelbe Karten: Hoffmann (6) / -

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