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5:1 gegen Aachen : Bielefelds Höhenflug geht weiter

  • Aktualisiert am

Ernüchterung für Schlaudraff (M.) und Aachen Bild: AP

Mit großer Leidenschaft und kräftiger Hilfe von Alemannia Aachen ist Arminia Bielefeld auf Platz fünf in der Bundesliga gestürmt. Das Team von Trainer Thomas von Heesen setzte sich im Duell gegen Aufsteiger Aachen mit 5:1 durch.

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          Ein „goldener“ Oktober hat Arminia Bielefeld den Weg in die Spitzenregion der Fußball-Bundesliga geebnet. Mit dem 5:1 (2:0)-Kantersieg gegen Alemannia Aachen verbesserten sich die Ostwestfalen am Sonntag auf den fünften Tabellenplatz und feierten nach einer phasenweise glanzvollen Darbietung den vierten Heimerfolg in Serie und den höchsten Bundesliga-Sieg seit fast 24 Jahren.

          Im ersten Bundesliga-Duell beider Mannschaften erzielten Jonas Kamper (11., 68.), Radim Kucera (19.), Artur Wichniarek (50.) und Christian Eigler (85.) die Tore der Gastgeber. Für die Alemannia, deren Höhenflug nach der zweiten Bundesliga-Niederlage nacheinander erst einmal beendet ist, traf vor 23 538 Zuschauern in der SchücoArena lediglich Kapitän Reiner Plaßhenrich (47.). Trösten konnte sich der Aufsteiger mit dem zeitgleich in der ARD-Sportschau ausgelosten Traum-Duell im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München.

          „Ganz Ostwestfalen kann stolz sein auf uns“

          „Es gibt solche Tage, da läuft es einfach nicht. Bei Bielefeld hat heute alles geklappt, bei uns gar nichts“, sagte Aachens Angreifer Sascha Rösler. „Wir haben uns die ersten beiden Tore selber reingeschossen. Dann ist es natürlich schwierig, zurückzukommen“, sagte Jan Schlaudraff. Bei den Gastgebern herrschte dagegen Festtagsstimmung. „Das ist atemberaubend, was hier abgeht. Ganz Ostwestfalen kann stolz sein auf uns“, sagte Torhüter Mathias Hain.

          Ohne zunächst wirklich zu brillieren, ging die Arminia früh in Führung und profitierte dabei von zwei glücklichen Toren. Nach einem weiten Paß vom früheren Nationalspieler Jörg Böhme zog Kamper aus rund 30 Metern ab und ließ Aachens Keeper Kristian Nicht, dem der Ball unter dem Körper durchrutschte, schlecht aussehen. „Das war ein relativ harmloser Schuß. Normalerweise hält er den“, sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke zur Pause.

          Starke Arminia-Hintermannschaft

          Für den 23 Jahre alten Kamper war es der zweite Bundesliga-Treffer in dieser Saison nach dem 2:1-Siegtor gegen Bayern München vor sechs Wochen. Auch beim zweiten Gegentreffer war die Alemannia-Hintermannschaft nicht auf der Höhe. Nach einem mißglückten Befreiungsschlag von Laurentiu Reghecampf landete der Ball beim völlig freistehenden Kucera, der flach zum 2:0 einschob.

          Trotz der frühen Gegentore zeigten sich die Gäste nicht geschockt und erarbeiteten sich nach der Bielefelder Sturm- und Drangphase ausgeglichene Spielanteile in den ersten 45 Minuten. Allerdings scheiterte der Aufsteiger - wie zuvor fast alle anderen Teams in der SchücoArena - an der hervorragend organisierten Hintermannschaft der Arminia, die kaum Torchancen zuließ. Zudem bewahrte der wieder genesene Hain seine Mannschaft bei einem Schuß von Plaßhenrich mit einer Glanzparade vor dem Anschlußtreffer (30.). „Wir spielen eigentlich passabel mit“, sagte Schmadtke in der Pause.

          Wichniareks Sonntagsschuß

          Auch nach dem Seitenwechsel suchten beide Teams ihr Glück in der Offensive. Plaßhenrich, der nach überwundenen Muskelproblemen wieder in das defensive Mittelfeld der Alemannia zurückgekehrt war, ließ mit seinem Treffer noch einmal Hoffnung bei den Gästen aufkommen. Doch nur drei Minuten später sorgte Wichniarek mit einem Sonntagsschuß aus rund 20 Metern für die Vorentscheidung.

          Die Bielefelder drehten noch einmal auf und der von Bröndby nach Bielefeld gekommene Däne Kamper krönte schließlich seine starke Leistung mit Saisontor Nummer drei. Die starken Wichniarek und Böhme wurden anschließend bei ihren Auswechslungen lautstark von den Fans gefeiert. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung setzte Neuzugang Eigler den Schlußpunkt.

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          Unser Autor: Oliver Georgi

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