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4:4 bei Hoffenheim : Bremen hat das letzte Wort

  • Aktualisiert am

Zwar reicht es nur zu einem Punkt, Bremen fährt dennoch zufrieden heim Bild: dpa

Wenn Hoffenheim spielt, fallen immer viele Tore - so auch gegen Bremen. Beim 4:4 liegt die TSG zweimal mit zwei Toren vorne. Doch Werder kämpft sich zurück und nimmt einen Punkt mit.

          2 Min.

          Fußball vogelwild! 1899 Hoffenheim hat in der Bundesliga wieder einmal ein torreiches Spiel gezeigt und beim 4:4 (2:2) gegen Werder Bremen eine Achterbahnfahrt der Gefühle erlebt. Nach zuletzt drei Niederlagen mussten die Kraichgauer in der 90. Minute den Ausgleich durch Philipp Bargfrede hinnehmen.

          In 14 Begegnungen der TSG sind mittlerweile 66 Treffer gefallen. Trotz des Torwartwechsels von Sebastian Mielitz auf Raphael Wolf mussten die Gäste viel einstecken und hängen ebenso wie die Hoffenheimer weiter im unteren Mittelfeld fest. Die 25.608 Zuschauer in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena fühlten sich jedenfalls bestens unterhalten.

          Mit zwei verwandelten Foulelfmetern schoss Routinier Sejad Salihovic zunächst eine 2:0-Führung für die TSG heraus (12./18. Minute). Noch vor der Pause glich Werder durch Aaron Hunt (45./Handelfmeter) und Eljero Elia (45.+1) mit einem Doppelschlag aus. Kevin Volland mit seinem sechsten Saisontor (49.) und Kai Herdling (53.) trafen abermals für Hoffenheim, ehe dem eingewechselten Nils Petersen bei seinem Comeback das 3:4 (59.) gelang.

          Nach seinem Doppelpatzer beim 2:3 gegen den FSV Mainz 05 musste Werder-Torwart Mielitz überraschend auf die Bank und Erstliga-Debütant Wolf den Vortritt lassen. Noch am Donnerstag hatte Robin Dutt gesagt, dass er „bedingungslos“ zu seinem Stammkeeper stehe.

          Die Hoffenheimer schossen wie so oft viele Tore - kassierten aber genauso viele
          Die Hoffenheimer schossen wie so oft viele Tore - kassierten aber genauso viele : Bild: dpa

          „Wir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht“, sagte der Chefcoach vor dem Anpfiff beim Pay-TV-Sender Sky. „Wir hatten aber alle den Eindruck, dass Sebastian einfach mal Zeit und Ruhe braucht. Die werden wir ihm in den nächsten vier Spielen bis Weihnachten auch geben.“

          Der 25 Jahre alte Wolf hatte von Beginn an mächtig zu tun: Die Hoffenheimer zeigten sich sichtlich gewillt, die 0:2-Pleite von Augsburg vergessen zu machen und hatten gleich in der Anfangsphase durch Roberto Firmino und Sven Schipplock zwei dicke Chancen. Fifa-Referee Wolfgang Stark zeigte dann innerhalb von sechs Minuten zweimal auf den Elfmeterpunkt.

          Wie von Sinnen: TSG-Trainer Gisdol und Torschütze Herdling
          Wie von Sinnen: TSG-Trainer Gisdol und Torschütze Herdling : Bild: dpa

          Erst hatte Santiago Garcia TSG-Stürmer Kevin Volland gefoult. Der zweite Strafstoß, als Polanski nach einem Zweikampf mit Cedric Makiadi fiel, war jedoch umstritten. Standard-Spezialist Salihovic schoss jedenfalls zweimal sicher ein. Als sich die Hoffenheimer bereits mit einem 2:0-Vorsprung in der Kabine wähnten, glichen die Bremer zum Entsetzen der Gastgeber innerhalb von zwei Minuten aus.

          Erst verwandelte Hunt einen Strafstoß, nachdem Schipplock einen Freistoß des Werder-Kapitäns mit dem Arm abgewehrt hatte. In der Nachspielzeit tunnelte Hunt aus spitzem Winkel Hoffenheims Schlussmann Koen Casteels, der dabei denkbar schlecht aussah. Elia war zur Stelle. So kassierte die TSG auch im 20. Spiel hintereinander mindestens ein Gegentor.

          Ein Bild mit Seltenheitswert: Ein Torwart hält beim Duell Hoffenheim gegen Bremen den Ball
          Ein Bild mit Seltenheitswert: Ein Torwart hält beim Duell Hoffenheim gegen Bremen den Ball : Bild: dpa

          Doch das Team von Trainer Markus Gisdol erwischte nach der Pause erneut einen klasse Start und ging durch Volland in Führung. Dabei patzte ausgerechnet Werder-Keeper Wolf, der sich beim Kopfball des deutschen U 21-Kapitäns nicht aus seinem Tor traute. Als Herdling den Ball zum 4:2 in den Winkel hämmerte, stürmte Gisdol wie von Sinnen aufs Spielfeld.

          Doch die Partie war noch nicht entschieden: Fünf Wochen nach seinem Bänderriss im Knie feierte Petersen mit seinem Anschlusstreffer eine gelungene Rückkehr. Er verkürzte auf 3:4 und ließ die Hoffenheimer noch eine halbe Stunde lang bangen.

          1899 Hoffenheim - Werder Bremen 4:4 (2:2)

          1899 Hoffenheim: Casteels - Beck, Abraham, Süle, Salihovic - Polanski, Rudy (65. Strobl) - Volland (87. Johnson), Roberto Firmino, Herdling - Schipplock (72. Modeste)
          Werder Bremen: Wolf - Gebre Selassie, Lukimya, Caldirola, Garcia - Fritz, Makiadi - Elia (46. Petersen), Hunt, Ekici (70. Bargfrede) - Di Santo
          Schiedsrichter: Stark (Ergolding)
          Zuschauer: 25.608
          Tore: 1:0 Salihovic (12./Foulelfmeter), 2:0 Salihovic (18./Foulelfmeter), 2:1 Hunt (45./Handelfmeter), 2:2 Elia (45.+1), 3:2 Volland (49.), 4:2 Herdling (53.), 4:3 Petersen (59.), 4:4 Bargfrede (90.+1)
          Gelbe Karten: Salihovic (3), Schipplock (2) / Ekici (4), Elia (1), Fritz (3), Makiadi (2), Petersen (2)

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