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4:3 gegen Stuttgart : Das nächste Spektakel in Leverkusen

  • -Aktualisiert am

Alles muss raus: Mehmedi bejubelt den Leverkusener Siegtreffer. Bild: AP

Ein 4:4 wie in der Champions League wurde es nicht ganz. Leverkusen und Stuttgart bieten dennoch ein unwirklich anmutende Schauspiel. Der VfB sieht schon wie der Sieger aus, doch Bayer liefert die Schlusspointe.

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          Eine Halbzeit geschah nichts, und dann wurde alles, was den Fußball faszinierend macht, geboten. Aus einem 0:0 machten Bayer Leverkusen und der VfB Stuttgart ein 4:3 mit dem glücklichen Ende für die Werkself. Bayer rückte vor auf Rang fünf, Stuttgart fiel zurück auf Platz 16 der Tabelle.

          Lange schienen die Schwaben die Regie über das unwirklich anmutende Schauspiel in der BayArena zu führen, als sie nach den Toren von Harnik (50. Minute), Didavi (54.) und Rupp (60.) bei einem Gegentreffer durch Bellarabi (57.) 3:1 führten, doch dann schlug die Werkself wie schon am Dienstag im Champions-League-Duell mit AS Rom, als aus einem 2:4 ein 4:4 wurde, zurück.

          Leverkusens Karim Bellarabi (links) bejubelt sein Tor zum 1:2 mit Sebastian Boenisch. Bilderstrecke
          Leverkusens Karim Bellarabi (links) bejubelt sein Tor zum 1:2 mit Sebastian Boenisch. :

          Am Samstag drehten Boenisch (70.), Hernández (71.) und Mehmedi (89.) mit ihren Toren eine Partie, die genauso denkwürdig war wie die Begegnung mit den Römern vier Tage vorher. Von vornherein war auch ein Taktikduell zwischen zwei Trainerbrüdern im Geiste erwartet worden: Roger Schmidt und Alexander Zorniger.

          Die beiden Fußballlehrer, vor ihrer Verpflichtung durch Bayer und den VfB bei den Partnerklubs RB Salzburg und RB Leipzig beschäftigt, setzen auf ein aggressives Tempospiel mit den bevorzugten Stilmitteln Pressing und Gegenpressing.

          Zorniger musste diesmal aber einen zusätzlichen Kniff herausfinden, um die individuell stärker besetzte Leverkusener Mannschaft früh zu bremsen. Er bot eine 4-3-3-Formation mit drei defensiven Mittelfeldspielern auf. Eine gute Idee, weil sich die Schwaben auf diese Weise die Angreifer der Rheinländer lange vom Leibe hielten.

          Nach der Halbzeit konkretisierten die Stuttgarter das, was sie bei drei guten Gelegenheiten zuvor verheißen hatten. Harnik (50.) machte das 1:0 (50.), und der in der nächsten Spielzeit voraussichtlich zu Bayer wechselnde Didavi erhöhte gar auf 2:0 (54.). Nun erst fühlte sich Leverkusen an der Ehre gepackt und kam durch den Treffer des eingewechselten Bellarabi (57.) auf 1:2 heran.

          Das Spiel öffnete sich mehr und mehr. Rupps Tor (60.) für den VfB stellte den alten Abstand in diesem immer anarchischer wirkenden Spiel her. Und so war nach 70 Minuten Boenisch an der Reihe, das 2:3 zu erzielen, dem Hernández eine Minute später das 3:3 folgen ließ. Die Schlusspointe gehörte dann auch noch Bayer, das durch Mehmedi (89.) den Siegtreffer Spiel schaffte.

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