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4:2 in Mönchengladbach : Hoffenheim dreht spät, aber stark auf

  • -Aktualisiert am

Obasi hört die Signale: Am Ende feiert Hoffenheim Bild: AP

Solch ein Endspurt kann sich sehen lassen: Gladbach führte durch Arango und Colautti bei einem Gegentor von Salihovic lange gegen Hoffenheim. Doch in den letzten fünf Minuten glänzte 1899 mit einem Dreierpack - und gewann noch.

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          Die TSG 1899 Hoffenheim hat am Samstag exzellente Endspurtqualitäten bewiesen. Sie machte bei Borussia Mönchengladbach aus einem 0:2 einen 4:2-Sieg und erzielte die drei Treffer zum Sieg in den letzten fünf Minuten. Maicosuel (86. Minute), Obasi (89.) und Ba in der Nachspielzeit drehten eine Partie, die für Mönchengladbach fast schon gewonnen schien.

          Doch die Borussia konnte ihre 2:1-Halbzeitführung nach Toren von Arango (10.) und Colautti (17.) bei einem Gegentreffer durch Salihovic (22.) nicht über die Zeit retten. Hoffenheim ist mit dem dritten Erfolg nacheinander vorläufig auf Platz vier in der Tabelle vorgerückt und kann nun wieder Ansprüche geltend machen, um die allerbesten Plätze der Fußball-Bundesliga mitzuspielen.

          Maicosuel, Obasi und Ba drehen das Spiel spät

          Die Gladbacher brauchten keine Anlaufphase, um sofort in dieses Spiel zu finden. Schon nach zehn Minuten nutzte der Venezolaner Arango den für ihn günstigen Umstand, von niemandem angegriffen zu werden, zum 1:0. Der plazierte Schuss des Südamerikaners aus 17 Metern ins rechte Eck war für den früheren Nationaltorwart Hildebrand unhaltbar. Unfassbar für den Keeper war allerdings der zweite Treffer der Borussia. Hildebrand hatte ein Schüsschen von Bobadilla vor die Füße Colauttis prallen lassen, und der Israeli hatte keine Mühe, auf 2:0 zu erhöhen (17.).

          Des einen Leid, der anderen Freud: vorne trauert Hoffenheim, hinten feiert Gladbach

          Ob es den Schlussmännern an diesem spätsommerlichen Samstag schon zu heiß war? Jedenfalls schoss auch der von einem Mittelfußbruch genesene Bailly bei seinem Comeback einen kapitalen Bock, als er sich Salihovics fast von der Eckfahne ausgeführten Freistoß (22.) selbst ins Netz schaufelte. Nur noch 2:1 - doch die bessere Elf blieb die Borussia, deren Offensivkräfte Arango, Colautti, Matmour und Bobadilla den Badener Abwehrspielern schwer zu schaffen machten.

          Nach dem Wechsel drehte sich das Spiel. Nun dominierte Hoffenheim eindrucksvoll, das aber gute Gelegenheiten vergab. Die Gladbacher hatten immer mehr Mühe, die Angreifer aus dem Kraichgau unter Kontrolle zu behalten und scheiterten am Ende. Der eingewechselte Maicosuel (86.) glich verdientermaßen aus, Obasi (89.) sowie Ba in der Nachspielzeit machten aus einem fast schon verlorenen einen letztlich grandiosen Nachmittag für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick, die im Jahr nach ihrem vielbeachteten Aufstieg allmählich zu alter Klasse zurückfindet.

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