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4:2 gegen Stuttgart : Drei Ecken, drei Tore für Hannover

  • -Aktualisiert am

Welt, lass Dich umarmen: Karim Haggui bejubelt Hannovers Führung Bild: dapd

Christian Pander ist der Mann des Abends in Hannover: Zwei Tore bereitet der Mann mit dem linken Fuß vor, eins schießt er selbst. Das schönste Tor jedoch gelingt einem Japaner.

          Eigentlich sollte sich in der Bundesliga herumgesprochen haben, wie gut Christian Pander Eckbälle schießen kann. Beim VfB Stuttgart schien das am Sonntagabend keiner zu wissen. Zweimal waren Panders Kollegen nach seinen Eckbällen zur Stelle und trafen ins Tor: zunächst Karim Haggui per Kopf in der 25. Minute zum 1:0, dann Mame Diouf mit der Schulter in der 32. Minute zum 2:0.

          Damit war der Stuttgarter Widerstand früh gebrochen. Pander selbst schoss in der 46. Minute das 3:0, ehe Lars Stindl in der 73. Minute das 4:0 folgen ließ. Stuttgart gelangen in der 76. und 79. Minute noch die Tore zum 4:1 und 4:2-Endstand durch Harnik und Okazaki. Am Ende war der VfB einem dritten Treffer nah, doch Ron-Robert Zieler im Hannoveraner Tor hielt den achten Saisonsieg fest.

          Au Schwabe: Hajnal, Kvist und Niedermeier (v.l.) und die schweren Gedanken

          Hannover besiegte den VfB in einer unterhaltsamen Partie, bleibt zuhause und seit neun Bundesligaspielen ungeschlagen und greift die vor ihnen plazierten Leverkusener und Bremer an. Aus einer geschlossen guten Mannschaft ragte Pander dank seiner Fertigkeiten am ruhenden Ball heraus. „Europapokal, Europapokal!“, riefen die begeisterten Fans drei Tage nach dem 2:1 in der Europa League gegen den FC Brügge.

          Mit Leistungen wie am Sonntag ist die Qualifikation für die kleine europäische Spielrunde wieder möglich. Stuttgart war zu abwehrschwach, um etwas Zählbares aus Niedersachsen mitzunehmen. Zwar hatte Bruno Labbadias Mannschaft gute Chancen durch Hajnal und Harnik (21. und 28. Minute), spielte teilweise auch gefällig nach vorn, doch sind mit solchen Abwehrfehlern keine Spiele zu gewinnen.

          Bei einer Großchance durch Schmiedebach nach einem Fehlpass Kvists und Ya Konans freistehend verstolpertem Ball hatte der VfB großes Glück, nicht schon zur Pause höher zurückzuliegen (34. und 40. Minute). Nach Panders 3:0 setzte Hannover nach und ließ Stindls 4:0 folgen.

          Im Gefühl des sicheren Sieges stellten die Niedersachsen vier Tage vor dem Rückspiel in Brügge auf Sparmodus um und gestatteten dem VfB noch zwei Treffer - besonders sehenswert war dabei Okazakis Tor zum 2:4. Der Japaner traf per Fallrückzieher. An seiner Offensive scheiterte der VfB gewiss nicht an diesem Abend.

          Hannover 96 - VfB Stuttgart 4:2 (2:0)

          Hannover 96: Zieler - Chahed, Eggimann, Haggui, Pander (67. Schulz) - Schmiedebach, Pinto - Schlaudraff (74. Rausch), Stindl - Diouf (77. Stoppelkamp), Ya Konan
          VfB Stuttgart: Ulreich - Boulahrouz, Maza, Niedermeier, Sakai - Kvist, Gentner (46. Cacau) - Harnik, Hajnal (76. Kuzmanovic), Okazaki - Ibisevic
          Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)
          Zuschauer: 37.800
          Tore: 1:0 Haggui (25.), 2:0 Diouf (32.), 3:0 Pander (46.), 4:0 Stindl (73.), 4:1 Harnik (75.), 4:2 Okazaki (79.)

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