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4:2 gegen Stuttgart : Der Hamburger SV schießt sich frei

  • -Aktualisiert am

Erleichterung in Hamburg: Auch dank Pitroipas 2:1 gewinnt der HSV gegen Stuttgart Bild: dpa

Mit nur zehn Mann hat der VfB Stuttgart keine Chance in Hamburg: Marica trifft zunächst, ehe er vom Feld muss. Der HSV verschafft sich HSV etwas Ruhe nach den Toren von Trochowski, Pitroipa, Petric und van Nistelrooy.

          In den Tagen vor dem Spiel hatte Torwart Frank Rost das Wort ergriffen. Nach seiner mehrwöchigen Verletzungspause gab es ein paar grundsätzliche Dinge, die der Routinier des kriselnden Hamburger SV mal loswerden wollte. Da waren schöne Sätze dabei. „Für uns geht es darum, den Abstand nach unten zu vergrößern. Wer was anderes denkt, hat nichts verstanden.“ Also keine hochfliegenden Pläne, sondern Vermeidung des Abstiegskampfes mit einem Team, das auf Champions-League-Niveau bezahlt wird. Rosts Fazit klang so: „Ein Sieg bringt mehr als 20 Wochen Gesabbel.“

          So gesehen, wird es in dieser Woche schön ruhig beim HSV: durch das 4:2 am Samstagnachmittag gegen den schwachen VfB Stuttgart können die Hamburger wieder etwas entspannter auf die Tabelle schauen. Die Hamburger Treffer erzielten Trochowski, Pitroipa, Petric und van Nistelrooy. Für den VfB waren Marica und Gentner erfolgreich. Erfreulich beim sechsten Hamburger Saisonsieg war, dass Trainer Armin Veh der Jugend eine Chance gab und neben dem 18 Jahre alten Heung Min Son auch den lange verletzten Tunay Torun einsetzte.

          Während Son diesmal blass blieb, spielte Torun klasse. Voller Energie von der ersten Minute an, störte der 20 Jahre alte Angreifer früh und verschaffte Sturmpartner Mladen Petric Räume. Ein anderer, der seit Wochen in guter Form spielt, brachte den HSV in Führung: mit einem schönen Schuss ins lange Eck sorgte Piotr Trochowski für das 1:0 (3. Minute). Überraschend kam der VfB nach Bokas Eckball durch Maricas Kopfball zum Ausgleich (9.).

          3:1 - Petric trifft

          Ruhe beim HSV

          Marica gab sieben Minuten später eine schlechte Figur ab, als er nach einem Foul Niedermeiers, der dafür verwarnt wurde, protestierte, ebenfalls verwarnt wurde, noch einmal meckerte - und dann von Schiedsrichter Stark des Feldes verwiesen wurde. Gegen zehn Stuttgarter tat sich der HSV zunächst schwer. Erst in der 29. Minute trug Vehs Mannschaft wieder einen guten Angriff vor; der Ball landete über Zé Roberto und Jarolim bei Pitroipa. Dessen Heber senkte sich zum 2:1 in Stuttgarter Netz. Sechs Minuten später war es wieder Pitroipa, der frei vor dem VfB-Tor stand, doch dieses Mal vergab er die Chance.

          Besser machte es der clevere Mladen Petric, der Toruns schönes Zuspiel aufnahm und zum 3:1 traf (36.). Für Ruhe sorgte die deutliche Führung aber nicht. Gleich nach der Pause gelang Gentner das 3:2 (46.); erst der Treffer des eingetauschten Ruud van Nistelrooy in der 60. Minute zum 4:2 sorgte für mehr Ruhe beim HSV. „Die Rote Karte gegen Marica war sicherlich ein Knackpunkt im Spiel“, stellte HSV-Trainer Veh fest. Sein Stuttgarter Kollege Keller haderte später mit dem Beginn der Partie: „Wir waren die ersten zehn Minuten nicht auf dem Platz.“

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